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Wir schätzen die Schönheit hier jeden Tag

„Wir schätzen die Schönheit hier jeden Tag“

 Was preisgekrönter Schnaps, eine Minishetlandponyzucht, ein Luxuschalet, ein Berghofmuseum und eine Rodelbahn gemeinsam haben? All das findet man auf der schönen Grünegg Alm in Dienten, bei der Familie Rainer. Das, und noch viel mehr, wie wir bei unserem Besuch festgestellt haben. Wir haben mit Heini Rainer über Schnaps, gutes Essen, Ponys und Rodelspaß gesprochen – und über die Dankbarkeit darüber, hier leben zu dürfen.  

 

Das erste was uns auffällt, als wir beim Parkplatz der Grünegg Alm in Dienten aus dem Auto steigen, ist die Ruhe. Das zweite ist der herrliche Blick auf den Hochkönig. Wahrhaft königlich erhebt er sich hinter dem schönen Bauernhaus in seiner ganzen Pracht – ein traumhafter Anblick, an dem sich auch Heini Rainer nicht sattsehen kann, obwohl er hier am Hof geboren und aufgewachsen ist. Wir treffen Heini vor der Schnapsbrennerei, wo er noch die letzten Handgriffe erledigt, bevor später die Gäste zum Schaubrennen kommen. Er begrüßt uns mit einem herzlichen Lächeln und festem Händedruck. „Den Hof gibt es schon seit 1506“, erzählt Heini, als wir in Richtung Haus gehen, „in Familienbesitz ist er seit 1802.“ Heini selbst hat bis 1980 in diesem Haus gewohnt, danach wurde das heutige Bauernhaus gebaut. „Damals gab es zu uns herauf nur eine Seilbahn, keine Straße“, erinnert sich Heini. „Das hat das ganze Bauunterfangen natürlich erschwert.“ Aber es klappte schließlich alles, und so lebt Heini heute hier gemeinsam mit seiner Frau Birgit, einer gebürtigen Waldviertlerin, seiner Tochter Franziska und seinem Sohn Johannes. „Die Birgit ist die ruhige Seele von unserem Hof, die bringt so schnell nichts aus der Ruhe“, sagt Heini und lächelt stolz. Stolz ist er auch auf Sohn Johannes. Der heute 20-Jährige wurde im zarten Alter von 15 Jahren in Wieselburg zum jüngsten Bundesssieger Österreichs gekürt – im Schnapsbrennen. „Johannes hat damals mit seiner Eigenkreation, dem Tannenwipferllikör, die Jury überzeugt“, sagt Heini, und ein stolzes Funkeln schleicht sich in seine Augen. 2014 war das. Mittlerweile zieren viele Medaillen und Preise die Brennerei der Rainers – die Edelbrände und Liköre genießen in Kennerkreisen hohes Ansehen. Und es gibt sogar eine eigene Schokoladenedition mit der Confiserie Berger, die mit den edlen Tropfen der Hochkönig Edelbrennerei gefüllt sind.

 

Die Schönheit zu schätzen wissen

Trotz all dieser Erfolge sind die Rainers am Boden geblieben. In seiner kargen Freizeit ist Heini Rainer am liebsten draußen in der Natur, wie er uns verrät. „Ja, wir sind Naturliebhaber“, sagt Heini lächelnd. „Wir leben im Einklang mit der Natur und wir schätzen die Schönheit, die wir hier oben haben, sehr – das ganze Jahr über.“ Kein Wunder, dass die Grünegg Alm auf 1.190 Metern Seehöhe im Sommer wie im Winter ein beliebtes Ausflugsziel ist – in den wärmeren Monaten für Wanderer und Naturgenießer, im Winter für Tourengeher und für Rodelfreunde. „Schön ist, dass wir eine gute Mischung haben bei unseren Gästen“, sagt Heini und schaut durch das Fenster hinaus auf den Hof, wo eine kleine Wandergruppe fröhlich plaudern in Richtung der gemütlichen Terrasse marschiert. „Wir haben Gäste von überall her, es kommen aber auch viele Einheimische. Am Sonntag zum Beispiel, da gibt es bei uns das ganze Jahr über traditionell Schweinsbraten. Das ist für viele hier in der Gegend schon ein Fixpunkt geworden und das freut uns natürlich. Im Winter gibt es dann auch noch Ripperl, Schweinshaxn oder Kasnocken. Im Winter kommen viele wegen dem Rodeln zu uns. Das ist immer eine Mordsgaudi!“

 

Rodelspaß direkt vor der Haustür
Heini lacht und wir fragen neugierig nach: Wie funktioniert das genau mit dem Rodeln? „Vor rund 20 Jahren haben wir damit begonnen, aus der Straße, die zu uns heraufführt, im Winter eine beleuchtete Rodelbahn zu machen. Eine richtig schöne, gut präparierte und vor allem sichere Bahn – das war uns wichtig. Wir präparieren alles selbst mit einem Spezialgerät und sorgen auch täglich dafür, dass die Absperrungen sicher sind, damit niemand von der Strecke abkommt.“ Rodeln kann man sich direkt bei der Grünegg Alm ausleihen. Die Rodelfreunde müssen etwa eine halbe Stunde zur Grünegg Alm hinaufgehen und gutes Schuhwerk anhaben. Und es gilt: don´t drink and rodel. „Ich mach jeden Abend eine Kontrollfahrt mit dem Traktor und schau nach, ob eh alle gut runtergekommen sind“, sagt Heini. Das ist ihm wichtig.

Auch als Ausgangspunkt für Skitouren ist die Grünegg Alm sehr beliebt. „Direkt bei uns geht der Skitourenlehrpfad vorbei“, sagt Heini und zeigt auf die Wiese hinter dem Haus. „Der ist toll gemacht, mit sieben Schautafeln, auf denen von der richtigen Gehtechnik über das Respektieren der Tiere im Wald bis hin zur Lawinenprävention viele wichtige Themen behandelt werden. Bis auf 1.700 Meter kann man hinaufgehen, bis zum Grünköpfl. Da ist eine tolle, sichere Tour.“ Bei der Grünegg Alm können Tourengeher übrigens parken – die Familie Rainer stellt die Parkplätze kostenfrei zur Verfügung. Nach der schönen Skitour kann man noch auf eine Jause einkehren – das Gasthaus ist fast das ganze Jahr über geöffnet.

 

Prämierte Minishetlandponys und ein echter Familienbetrieb
„Im Winter geht es bei uns schon sehr früh los“, sagt Heini. „Um 6 Uhr gehen wir in den Stall, wir haben ja zehn Mutterkühe und die Minishettys zu versorgen.“ Moment – an dieser Stelle müssen wir Heini unterbrechen. Minishettlandponys? Wie hat sich denn das ergeben? „Um die Ponys kümmert sich hauptsächlich die Birgit“, sagt Heini und blickt kurz zu seiner Frau, die gerade die Gästegruppe von vorhin bedient. „Angefangen hat das eigentlich so, dass wir ein kleines Pony für unseren Sohn Johannes gekauft haben. Der war damals ein Jahr alt. Danach ist eine Stute dazukommen. Mittlerweile haben wir eine eigene Zucht, mit zwei Prämienhengsten. Einer ist sogar Bundessieger geworden.“ Die Zuchttiere werden in ganz Europa verkauft, aber auch Liebhaber- und sogar Therapieponys sind dabei. „Für uns sind die Ponys auch deshalb ideal, weil wir auf der Alm ja ziemlich steile Hänge haben. Die Kühe fressen nur gewisses Gras und die Ponys fressen dann den Rest. Eine perfekte Symbiose.“ Das gefällt uns. Aber weiter geht’s mit dem Arbeitstag der Rainers. „Am Vormittag holen wir die Schlitten, präparieren die Rodelbahn und bereiten in der Küche alles vor. Mittags kommen in der Regel die ersten Gäste. Meistens steh ich selbst in der Küche und koche.“

 

„Bei uns geht Qualität ganz klar vor Quantität“

Da müssen wir natürlich gleich einen neugierigen Blick auf die Speisekarte werfen. Und wir sehen: Die Rainers setzen auf Qualität statt auf Quantität. „Unser Motto ist: Lieber weniger auf der Karte haben, dafür stimmt aber die Qualität“, bestätigt Heini. „Wir machen alles selbst, sehr beliebt sind neben unseren Fleischspezialitäten die traditionellen Gerichte. Und auch unsere eigenen Forellen – die räuchern wir auch selbst.“ Die bodenständigen Gerichte bringen Birgit und Johannes dann an die Tische. „Wobei es so ist, dass wir alle alles können – also servieren und kochen“, verrät Heini und fügt schmunzelnd hinzu: „So, wie es halt sein soll in einem Familienbetrieb.“ Am Nachmittag steht meistens die eine oder andere Schnapsverkostung am Plan. „Und später fahr ich dann mit dem Traktor die Bahn ab, sammele die Schlitten ein und schaue nach dem Rechten. Bis wir dann im Bett sind, ist es schon mal zwei oder drei Uhr in der Früh.“ Bei so viel Arbeit braucht man einen Ausgleich, und den findet Heini in der Musik. „Ich bin schon über 43 Jahre bei der Musik und hab die Kapelle 17 Jahre lang als Obmann geleitet“, erzählt Heini. „Wir gestalten die Platzkonzerte und auch die Weisenbläserabende. Das ist besonders schön draußen in der Natur, vor dieser einzigartigen Kulisse.“ Aber auch zuhause in der Grünegg Alm wird hin und wieder für die Gäste aufgespielt. „Meine Tochter spielt Ziehharmonika, da spielen wir manchmal am Abend gemeinsam ein paar Stückerl“, sagt Heini schmunzelnd.

 

Preisgekrönten Schnaps verkosten in der neuen Schaubrennerei

Und vielleicht gibt es dann auch das eine oder andere Schnapserl – dafür sind die Rainers nämlich auch bekannt. „Hier wird schon seit 1846 Schnaps gebrannt“, erklärt uns Heini, als wir durch die alte Brennerei schlendern. „Dieses Jahr haben wir eine neue Edelbrennerei gebaut, mit der modernsten Technik, die es momentan auf dem Markt gibt. Das ist eine Schaubrennerei, das heißt, die Gäste können zuschauen, wie es gebrannt wird und uns dazu Fragen stellen. Wir haben einen neuen Verkostungsraum und einen eigenen Fasskeller, den man auch besichtigen kann.“ Die alte Brennerei bleibt aber ebenfalls bestehen, erklärt uns Heini. Dort wird der mittlerweile berühmte „High King Gin“ gebrannt. „Die neue Brennerei eröffnen wir im Dezember“, nimmt Heini den Faden wieder auf. „Das Schaubrennen und die Schnapsverkostungen, das wird dann hauptsächlich Johannes machen.“ Sohn Johannes mischt schon heute fleißig mit – nicht nur bei der tatsächlichen Arbeit vor Ort, sondern auch, was Ideen, Gedanken und Planungen in Richtung Zukunft betreffen. „Der Johannes hat die fünfjährige Tourismusschule in Bad Hofgastein besucht“, sagt Heini. „Johannes wird das hier eines Tages übernehmen.“ Er lehnt sich zurück, lässt seinen Blick durch die gemütliche Stube schweifen, in der wir unser Gespräch führen. „Das ist eigentlich das Schönste“, sagt Heini und lächelt zufrieden, „wenn man weiß, dass die Kinder weitermachen.“ Und wenn es dann einmal soweit ist, dann werden die Kinder von Birgit und Heini dieses kleine Paradies am Fuße des Hochkönigs sicherlich mit der gleichen Begeisterung weiterführen, wie es ihnen ihre Eltern vorgelebt haben.

 

Ein Chalet mit unbezahlbarem Ausblick

Für alle jene, die jetzt am liebsten ihren Koffer packen und hinauf zur Grünegg Alm fahren möchten, hat Heini übrigens eine gute Nachricht: „Ab Dezember 2018 bieten wir unser altes Bauernhaus, das wir mit Sorgfalt restauriert haben, Übernachtungsgästen an. Unser Luxuschalet hat 120 Quadratmeter, zwei Schlafzimmer, einen Wohnraum, einen Wellnessbereich mit Zirbenholzsauna, eine Infrarotkabine und einen Außen-Hotpot.“ Gleich neben dem Chalet plätschert die alte Mühle der Rainers – ebenfalls ein Unikat. „Unsere Mühle ist die einzige funktionierende Mühle im Hochkönigraum, die wirklich noch Mehl malen kann“, erklärt uns Heini. „Da ist alles aus Holz, die ganzen Zahnradeln und so. Sowas sieht man heute gar nicht mehr, das muss man einfach erhalten.“ Im September gibt Müller Hort, ein Mühlenbauingenieur, jeden Mittwoch Mühlenvorführungen. Und wer möchte, kann sich dann im unteren Stock noch das interessante Berghofmuseum anschauen. Wir dürfen uns das Chalet anschauen und müssen dieser Aufzählung noch etwas hinzufügen: den traumhaften Ausblick auf die Dientner Bergwelt. Der ist nämlich gratis dabei. Und eigentlich unbezahlbar.

 

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