Winterurlaub in Hochkönig
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Traumberuf Skilehrer: Wenn der Berg ruft

Der Teint von der Höhensonne gebräunt, immer einen Schmäh auf den Lippen und umringt von Schülern, die bewundernd zu einem aufsehen: So oder so ähnlich stellen sich viele das Leben eines Skilehrers vor. Aber wie ist das wirklich, wenn man den ganzen Winter über auf den Brettern steht? Wir durften Fred Gruber, den Skischulleiter der Skischule Edelweiß in Maria Alm, ein paar Fragen zum „Traumberuf Skilehrer“ stellen.


Herr Gruber, warum sind Sie Skilehrer geworden, gab es ein ausschlaggebendes Erlebnis?

Ja, da gibt es schon eine Geschichte dazu. Ich komme aus einer Skilehrerfamilie, und trotzdem hab ich das Skifahren selbst erst mit sechs Jahren gelernt. Damals sind meine Eltern fast verzweifelt mit mir. (lacht) Jedenfalls waren meine Eltern im Winter also als Skilehrer unterwegs, im Sommer haben sie eine Hütte bewirtschaftet, als Hüttenwirte. Das hat mir immer sehr gut gefallen, also bin ich auch Hüttenwirt geworden. Bis heute bin ich jeden Sommer oben im Riemannhaus auf über 2.000 Metern. Im August kommt bei uns immer die Almer Wallfahrt vorbei, die geht über das Steinerne Meer bis zum Königssee. Jedenfalls hab ich da als Hüttenwirt natürlich viele Leute getroffen, es haben sich gute Bekanntschaften und auch Freundschaften entwickelt. Und immer wieder waren einige dabei, die gesagt haben: Komm, gehen wir doch mal gemeinsam Skifahren, zeig mir mal, wie das geht. Ich war schon immer ein guter Skifahrer, ohne dass ich angeben möchte. (lacht) Und was mir immer viel Freude gemacht hat, ist, anderen Leuten zu helfen, ihnen etwas beizubringen. Deshalb hab ich das mal ausprobiert als Skilehrer. Und es taugt mir bis heute sehr – man ist in der freien Natur unterwegs, kann Leuten etwas zeigen, sein eigenes Wissen weitergeben. Und man sieht, wie sich andere dadurch verbessern, wie sie mehr Spaß am Skifahren haben. Das begeistert mich bis heute – seit mittlerweile 24 Jahren.
Skifahren lernen Maria Alm Hochkönig

Was ist Ihrer Meinung nach das Beste am Beruf Skilehrer?
Für mich persönlich ist das Schönste eigentlich immer, mit den Kleinen zu fahren. Wenn die dann mit leuchtenden Augen ihre ersten Bogerln fahren, das ist schon etwas Besonderes. Oder wenn sie beim Abschlussrennen am Start stehen – da sind die angespannt wie bei einem Weltcuprennen. (lacht) Das ist sehr schön zu sehen. Und natürlich im Ziel, bei der Siegerehrung – wenn man den Kindern dann in die Augen schaut, das ist schon eine Freude.
Es kommen auch immer wieder Erwachsene mit ihren Kindern, die dann vor mir stehen, mich aus großen Augen anschauen und fragen: Erinnerst dich noch an mich? Ich muss dann meistens schon kurz überlegen. (lacht) Und der- oder diejenige sagt dann, dass sie damals, vor vielen Jahren oder auch Jahrzehnten, bei mir im Skikurs war und so eine schöne Zeit hatte. Deshalb sind sie heute wieder da, mit ihren eigenen Kindern. Damit die das auch erleben können. Das macht mich schon ein bisschen stolz.
Mein Wissen und Können an andere weiterzugeben, dass macht mir einfach Freude. Ich bin ja auch Ausbildner im Salzburger Berufsskilehrerverband, wir bilden die zukünftigen Skilehrer aus. Aber egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener, die Weitergabe von Wissen ist einfach schön. Und bei den Fortgeschrittenen liegt der Reiz darin, einem guten Skifahrer etwas zu lernen, was ihn weiterbringt. Und dann zu sehen, was die für Freude haben, dass sie jetzt skifahren können. Oder eben noch besser fahren können. Das ist toll.
Aber am allerschönsten ist zu sehen, dass die Leute Unmengen an Glücksgefühle ausschütten, wenn sie da die Piste runterkommen – strahlend und lachend. Das ist das Beste.
Kinder lernen Skifahren Skischule Edelweiss Maria Alm Hochkönig

Was war Ihr bisher lustigstes Erlebnis als Skilehrer?
Das ist schon ein bisserl her. Früher war das manchmal ja wirklich ein bisschen wie im Film – da sind wir als ganze Gruppe einfach oben auf einer Hütte geblieben, haben einen Hüttenabend gemacht, viel getanzt und halt auch viel getrunken. (lacht) Natürlich sind wir dann nicht mehr auf die Skier gestiegen, sondern irgendwann in der Nacht mit der Pistenraupe runter ins Tal gefahren. Ich kann mich noch sehr gut an einen Tag erinnern, da hatten wir eine Damenrunde. Ich glaub ja, die Männer haben sich damals gedacht: Unsere Frauen, die stecken wir in einen Skikurs, damit wir tagsüber ungestört die Pisten runterdüsen können. Da haben wir dann unserer Ruhe (lacht). Und da hab ich mir gedacht: das können wir auch! Also hab ich zu den Frauen gesagt, wisst´s was, wir machen als Abschluss vom Skikurs eine Hüttenrallye. Bei der letzten Hütte haben wir dann schon im Vorfeld Essen reserviert, da waren Musikanten da, die mit der Zieharmonika gespielt haben und die anderen Skilehrer und auch die Leute von den Liften sind dazugekommen. Das war eine Riesengaudi! Jetzt waren also die Männer schon unten im Tal und wir oben beim Skischulabschlussabend. Die Männer unten haben natürlich herumgefragt, wo ihre Frauen bleiben. Und unten im Tal haben´s gesagt: Die sind oben beim Skischulabschlussabend. Mit dem Fred! Oje, haben die Männer dann gesagt, sowas gibt’s nur beim Fred. (lacht). Wir sind damals bis Mitternacht oben gesessen, haben getanzt und gesungen. Dann sind wir mit der Pistenraupe runtergefahren. Das war wirklich eine Gaudi.


Wie viele Stunden stehen Sie normalerweise pro Tag auf den Skiern?
So ein Skilehrer-Tag fängt um etwa 8.30 Uhr an. Da ist dann erst die Besprechung und dann die Einteilung der Gruppen – also welcher Skilehrer mit welcher Gruppe fährt. Bei den Kindergruppen ist es so, dass man die erst vorfahren lässt, damit wir sehen, wie gut jedes einzelne Kind Skifahren kann. Dann richten wir den Sammelplatz her – das Förderband, die Fahnen, das wird alles am Abend weggeräumt und muss in der Früh wieder aufgebaut werden. Im Anschluss sprechen wir organisatorische Sachen durch. Und dann, um ca. 9.45 Uhr, kommen die Kursteilnehmer. Wir fahren bis Mittag die Übungen, dann ist bis 13.00 Uhr Mittagspause. Wenn wir mit Kindern fahren, kümmern wir uns natürlich mittags auch um die Kinder. Also, dass sie was zu essen bekommen, oder auch, dass sie zwischendurch mal aufs Klo gehen. (lacht) Von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr fahren wir dann wieder. Um kurz nach 15.00 Uhr kommen wir wieder an, räumen den Sammelplatz auf. Also von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr sind wir an einem normalen Tag schon unterwegs. Und am Dienstag ist immer um 21.00 Uhr eine Skishow mit Fackellauf, Nostalgielauf und einer Lasershow. Da dauert der Tag dann etwas länger. (lacht) Einmal in der Woche treffen sich die Skilehrer zum „Schule fahren“. Wir machen das in der Früh oder beim Nachtskifahren. Das ist eine Art Weiterbildung für die Skilehrer, also wie man Fehler am besten erkennen kann, wie man sie effektiv verbessert und so weiter. Auch das Skilehrer-Sein ist ein ständiges an-sich-selbst-Arbeiten, ein ständiges Lernen. Nur so können wir den Teilnehmern auch wirklich weiterhelfen. Und haben dann später die eine oder andere schöne Geschichte zu erzählen. (lacht)


Vielen Dank für den schönen Einblick!

Fotos: © Skischule Edelweiss, © Hochkönig Tourismus GmbH

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