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Glück im Laufschritt

„In den Bergen war ich immer schon gern“, sagt Hermann Schwaiger und lächelt. Wir treffen den passionierten Trailrunner und Inhaber eines Malerbetriebs in seinem Heimatort Maria Alm. Dass er einmal Staatsmeister im Trailrunning sein wird, hätte er sich früher nie träumen lassen. Heute, mit 40 Jahren, ist Hermann erfolgreicher denn je und in jeder freien Minute in den Bergen unterwegs. Wir durften mit ihm über die Faszination Trailrunning sprechen, über die Liebe zu seiner Heimatregion und warum er das Steinerne Meer dem Mount Everest vorzieht.

Den Berg hinauf und einen Hügel hinunter, über sonnenbeschienene Hänge und schroffe Felsen, an Bächen entlang und durch Wälder hindurch – zu jeder Zeit herrliche Panoramen vor Augen. Trailrunning ist Laufen abseits von Asphalt und Straßenlärm, auf nicht befestigten Wegen, mitten in der freien Natur. Die Liebe zur Natur und zu den Bergen war es auch, warum Hermann Schwaiger mit Trailrunning begann. Seit Dezember 2015 betreibt der Malermeister seinen eigenen Malerbetrieb in Maria Alm. Wenn er nicht gerade mit Farbe hantiert, ist Hermann in den Bergen anzutreffen. Vor zwei Jahren konnte der Maria Almer sogar einen Staatsmeister-Titel im Trailrunning mit nachhause nehmen – auf der Endurance-Distance, bei der er zwischen 80 und 90 schweißtreibende Kilometer hinter sich bringt. Hätte man ihm das vor wenigen Jahren prophezeit, hätte er nur darüber gelacht, sagt Hermann. „Auf den Berg hinauflaufen, das konnte ich mir früher gar nicht vorstellen. Ich war eher dem Klettersport verbunden, vom Sportklettern bis zum Boldern. Damals habe ich mir gedacht: Ich renn sicher nicht auf die Berge rauf!“ Hermann rührt seinen Kaffee um und schmunzelt. „Naja, und jetzt mach ich genau das.“

„Eigentlich wollte ich 2012 wieder aufhören“
Bevor er mit dem Trailrunning als Wettkampfsport begonnen hat, war Hermann als Triathlet in verschiedenen Ländern unterwegs. Aber das Training auf der Straße hat ihn bald nicht mehr gereizt. „Schon als Kind war ich viel lieber in den Bergen“, erzählt Hermann. „Mein Vater hat mich oft mitgenommen. Ich wollte einfach immer in der Natur sein. Also habe ich mir gedacht: das Laufen und die Berge, das lässt sich doch eigentlich gut verbinden.“ 2010 versuchte er sich erstmals bei einem Trailrunning-Wettkampf, dem Transalpin-Run. „Ich habe den Transalpin-Run im Fernsehen gesehen. Da läuft man von Deutschland nach Südtirol, in Zweier-Teams, innerhalb einer Woche. Ich habe mir gedacht, das muss ich ausprobieren. Also bin ich vor acht Jahren mitgelaufen. Das war mein Einstieg in die Trail-Wettkampf-Szene.“ Es dauerte noch weitere zwei Jahre, bis sich Hermann endgültig vom Triathlon verabschiedete und sich ganz dem Trailrunning widmete. „Ausschlaggebend war für mich im Rückblick der Zugspitze-Ultratrail, das war 2012. Eigentlich wollte ich da das letzte Mal einen Trailrunning-Wettkampf laufen.“ Hermann hält kurz inne, blickt an die Decke. „Schließlich bin ich dann aber gleich unter die Top Ten gelaufen und hab mir gedacht: Naja, das ist eigentlich schon lässig.“ Hermann lacht und seine blauen Augen blitzen. „Die nächste Station war dann Klagenfurt, da gibt’s einen Trail rund um den Wörthersee. Der ist wunderschön. Bei diesem Wettkampf bin ich Dritter geworden. Ja, und so hat alles seinen Lauf genommen.“

„Die freie Natur macht für mich die Faszination aus“
Was macht für ihn nun wirklich die Faszination Trailrunning aus – was treibt Hermann an? „Wenn ich laufe, um zu trainieren, ist die Faszination ganz klar die freie, wilde Natur“, sagt Hermann. „Ich trainiere im Regelfall täglich, bin also so gut wie jeden Tag in den Bergen.“ Wenn er an einem Wettkampf teilnimmt, schaut das Ganze etwas anders aus, erklärt Hermann. „Beim Wettkampf ist die Faszination eher die körperliche Komponente, das ans Limit gehen. Ab einer gewissen Distanz kommt auch der Kopf dazu, wenn die Muskeln brennen und nicht mehr wollen.“ Das klingt nach einer großen körperlichen und mentalen Anstrengung, finden wir. „Ja, sicher braucht man Disziplin“, sagt Hermann und lehnt sich in seinem Stuhl zurück. „Es geht darum, dass man sich ein Ziel setzt und das dann auch konsequent verfolgt. Ich hab halt grundsätzlich Freude an der Bewegung und sehe das Trailrunning als Ausgleich zu meinem Job. Wenn ich laufe, falle ich in einen Flow.

„Der Hochkönigman ist die einzige Ausnahme“
Pro Jahr fährt Hermann zu drei bis vier Wettkämpfen, von Österreich oder Deutschland bis nach Kroatien, von Italien bis in die Schweiz. „Die Streckenprofile in den verschiedenen Ländern unterscheiden sich sehr stark voneinander“, erklärt Hermann. „Manchmal ist es eher hügelig und flach, manchmal hochalpin. Mir persönlich ist das Hochalpine am liebsten.“ Immer dabei ist die Trailrunning-Pflichtausrüstung, zu der auch ein Rucksack gehört. „Das ist einer der essentiellen Ausrüstungsgegenstände, weil da unter anderem die Getränke und die Erste-Hilfe-Ausrüstung drin sind.“ Hat er einen Austragungsort ausgesucht, fährt er dort nur einmal hin, betont Hermann. „Ich mache jeden Wettkampf nur einmal. Die einzige Ausnahme ist der Hochkönigman, da bin ich auch Streckenchef, mache also die gesamten Streckenmarkierungen. Die Route dort ist wunderschön! Der Geländeanteil ist im Vergleich zu anderen Rennen sehr hoch, das mag ich. Und auch die gesamte Organisation ist super. Wenn ich das mit anderen Wettkämpfen vergleiche muss ich sagen: da kann man nicht viel aussetzen.“

„Am schönsten ist es vor der Haustür“
Damit Hermann seinen Sport ausleben kann, steht die gesamte Familie voll und ganz hinter ihm. Seine Frau und die beiden Söhne Luca und Jakob sind bei Wettkämpfen so oft wie möglich dabei. „Meine Familie unterstützt mich sehr“, sagt Hermann. „Meine Frau und die Buben, aber auch mein Bruder Bernhard. Der ist ein sehr guter Kletterer, macht das auch wettkampfmäßig. Im Winter gehen wir gerne mal gemeinsam eine Skitour.“ Skitouren sind nach dem Trailrunning seine zweite Leidenschaft, verrät uns Hermann. „Am liebsten gehe ich in unserer Gegend ins Gelände. Bei uns hat man so viele Möglichkeiten, da muss ich mich nicht ins Auto setzen und stundenlang irgendwohin fahren. Am schönsten ist es eigentlich direkt vor der Haustür.“

„Der Mount Everest reizt mich nicht“
Gibt es eigentlich einen Berg oder eine Region, die Hermann unbedingt noch „erlaufen“ möchte? „Naja, das hochalpine Gebiet reizt mich schon sehr. Ein 8.000er, das wär´s“, sagt Hermann und schmunzelt. „Aber wenn dann nur im Alpinstil. Und auf einen lässigen Berg, wo man alleine ist. Menschenansammlungen am Berg, das mag ich gar nicht. Ich möchte dort oben alleine sein, die pure Natur und die Ruhe genießen. Deshalb war ich auch noch nie am Mount Everest oder am Großglockner.“ Das Steinerne Meer hingegen liebt Hermann. „Das Steinerne Meer ist mein Lieblingsgebiet. Für mich macht es aber vor allem die Mischung aus – wir haben die Steinberge auf der einen und die Grasberge auf der anderen Seite. Das kann man super kombinieren, da wird einem nie langweilig.“

Die Liebe zur Region kennt kein Alter
Diese Begeisterung für die Heimat, für das Paradies vor der eigenen Haustür, haben Hermann und seine Frau auch an ihre Söhne weitergegeben. „Luca ist acht Jahre und Jakob ein knappes Jahr alt“, sagt Hermann und strahlt, ganz der stolze Papa. „Luca geht sehr gerne wandern, der ist schon oft mit uns in den Bergen unterwegs. Und erst kürzlich ist er mit mir seine erste kurze Trailrunning-Runde gelaufen.“ Hermann macht eine kurze Pause, schüttelt den Kopf und lacht. „Da hat er einfach zu mir gesagt: So Papa, jetzt brauch ich den Rucksack. Gehen wir laufen!“ Leidenschaft steckt eben an. Und die Liebe zur Region, die kennt kein Alter.


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