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Eine Liebeserklärung aus Metall, Holz und Stein

Josef Gamsjäger aus Mühlbach
Eine Liebeserklärung aus Metall, Holz und Stein

„Ich mag vor allem die Ruhe hier, die pure Natur“, sagt Josef Gamsjäger. Sein Blick schweift über das majestätische Hochkönig-Massiv und er lächelt. „Wer Erholung für Körper und Seele sucht, der wird bei uns garantiert fündig.“ Wir treffen Josef „Sepp“ Gamsjäger in seiner Heimatgemeinde Mühlbach, um mit ihm über eine besondere Galerie zu sprechen, die er zum Leben erweckt hat: die Paussenberg Galerie. Eine einzigartige Freiluftausstellung inspiriert von einer tiefen Liebe zur Region, verwirklicht von tatkräftigen Mühlbachern und gemacht für die Einheimischen und für Gäste aus aller Welt. Die Künstler geben mit ihren Skulpturen interessante Einblicke, spannende Durchblicke und atemberaubende Ausblicke auf Mühlbach. Und auf seine Majestät, den prächtigen Hochkönig.

„Ich dachte mir, eine Dauerausstellung unter freiem Himmel und mit individuellen Skulpturen, die in der Sonne glänzen oder vom Mond in ein silbriges Licht getaucht werden – das wäre doch was“, sagt Sepp Gamsjäger. Der gebürtige Mühlbacher wollte etwas schaffen, dass die vielfältige Schönheit seiner Heimat in den Fokus rückt. Die tatsächliche Idee zur Paussenberg Galerie entstand dann jedoch in einem völlig anderen Kontext. Aber der Reihe nach.

Von Kindesbeinen an
Die Faszination für den Werkstoff Holz wurde Sepp quasi in die Wiege gelegt. Seine Eltern betrieben das Sägewerk Gamsjäger in Mühlbach. Sepp wuchs mit Holzspänen im Haar und dem Geruch nach frischem Holz in der Nase auf. „Ich habe von klein auf versucht, mit Holz etwas Spezielles zu schaffen“, erzählt Sepp. Tatsächlich ist er seit vielen Jahren als Holzbaumeister erfolgreich und beschäftigt rund 20 Mitarbeiter. Sein Fokus liegt auf naturverbundenem Bauen – Sepp konzipiert und realisiert individuelle Blockhäuser. In den letzten 30 Jahren begleitete er hunderte Bauherren. Aber auch das künstlerische Arbeiten mit Holz lag Sepp von je her am Herzen. „Ich habe die Fachschule für Zimmerei in Hallein absolviert, erzählt er, „und hab dann in den 1980er Jahren noch zusätzlich einen Malkurs belegt – neben meiner normalen Arbeit. Das hat mir Spaß gemacht.“
Sepp Gamsjaeger
Mühlbach in the Middle
Und so kam ihm der Bauernherbst-Wettbewerb vor 14 Jahren gerade recht. „2004 war beim Bauernherbst-Fest ein Wettbewerb zum Thema Holzmonumente ausgeschrieben. Mein Bruder Franz und ich haben uns damals gesagt: Da müssen wir uns was ausdenken“, schmunzelt Sepp. Mit Hilfe des jüngeren Bruders, einem Vermessungstechniker und staatlich geprüften Bergführer, fanden sie schließlich heraus, dass der Schwerpunkt und damit der Mittelpunkt des Salzburger Landes in Mühlbach am Hochkönig liegt. „Ja, das war eine tolle Sache“, lacht Sepp. „Erst konnten wir das selbst gar nicht richtig glauben. Aber es blieb tatsächlich so – auch nach mehrmaligem Prüfen.“ Also planten die Brüder den nächsten Schritt: eine Skulptur, die den Mittelpunkt markieren sollte. „Wir haben dafür einen Baumstamm gewählt, der 119 Fenster hat“, erzählt Sepp. „Ein Fenster für jede Gemeinde.“ Mit dieser Idee wurden die beiden Brüder schließlich sogar Landessieger. Die Skulptur und ein großer Tisch in Form des Salzburger Landes stellten für einige Zeit bei der Karbachalm den geografischen Schwerpunkt des Salzburger Landes dar. Heute steht ein Teil des Baumes auf dem Grundstück von Sepp Gamsjäger, am Ortseingang von Mühlbach.

Eine Idee wird zur Realität
Aber zurück zur Paussenberg Galerie. Der Stein der Kreativität kam während einer Gemeinschaftsausstellung von rund 15 Mühlbachern im Knappenheim ins Rollen. „Da sind wir beisammengestanden und haben einhellig gesagt: Eine Freiluftgalerie inmitten unserer wunderbaren Natur – das wäre doch eine super Sache!“, erzählt Sepp und fügt schmunzelnd hinzu: „Naja, und ich hab´s dann gleich mal angepackt.“ Unterstützung erhielt Sepp schon zu Beginn von Peter und Silvia Ammerer. Auch Thomas Knöpfler war von der Idee überzeugt. „Diese Partner haben uns den Grund zur Verfügung gestellt, auf dem die Installationen stehen“, erklärt Sepp. „Und zwar alles kostenlos. Also ohne diese Partner, die dem Ganzen von Beginn an offen gegenüberstanden, hätten wir das Ganze nie realisieren können. Aber auch Freunde, Bekannte und Anrainer haben eifrig mitgeholfen. Dafür sind wir sehr dankbar.“ Dankbar ist der Initiator auch den Hauptsponsoren, die mit ihrem Einsatz zur Realisierung des Projekts beigetragen haben.

„Jeder Mühlbacher kann mitmachen“
2009 wurden die ersten Gespräche geführt und Sepp Gamsjäger übernahm die Umsetzung des Projekts. Insgesamt sechs Künstler haben sich für die Paussenberg Galerie von der Region inspirieren lassen: Thomas Knöpfler, Silvia Ammerer, Nino Dellago, Max Sendlhofer, Franz Gamsjäger und Initiator Sepp Gamsjäger selbst. „2010 haben wir begonnen und die Fundamente an den besprochenen Punkten bereitgestellt“, erzählt Sepp. „Kurz darauf konnten wir die ersten beiden Skulpturen aufstellen, bis zum Juni 2012 waren alle acht Skulpturen fertiggestellt.“ Die für die Kunstwerke verwendeten Materialien sind Metall, Holz und Stein in den verschiedensten Techniken. Mittlerweile hat sich eine neunte Figur zur illustren Runde gesellt – und zwar vom Kutscher Anton Höllwart. „Jeder Mühlbacher ist herzlich eingeladen, seine Ideen einzubringen“, sagt Sepp Gamsjäger und betont: „Die einzige Bedingung ist, dass die Skulptur etwas mit Mühlbach zu tun hat. Ansonsten kann jeder seiner Kreativität freien Lauf lassen.“

„Bin stolz, Teil dieses Projekts zu sein“
Einer der sechs beteiligten Künstler ist Max Sendlhofer. Der gelernte Stahl- und Konstruktionsbauschlosser ist seit 2008 als freischaffender Metallkünstler selbstständig und hat sich im alten, aus dem Jahr 1909 stammenden Kraftwerk im Ort sein Atelier eingerichtet. Bekanntheit auch über das Hochkönig-Gebiet hinaus erlangte der gebürtige Mühlbacher unter anderem durch die großen Skulpturen der Beatles, die den Obertauern zieren, oder die schönen Hochkönigskronen – ein Symbol, in dem sich alle drei Hochkönig-Orte wiederfinden. Auch die Trophäen der Österreich-Radrundfahrt entstammen seinem Atelier. Für die Paussenberg Galerie steuerte der Künstler gleich zwei Skulpturen bei: die „Gams“ im oberen Drittel des Weges und auch bei der Skulptur „Augenblicke“ direkt vor dem Paussbauern hatte er seine Hände im Spiel. „Ich freu mich sehr und bin stolz, dass ich Teil dieses Projekts sein kann“, sagt Max. „Jeder der Künstler hat sich gern daran beteiligt, obwohl es für niemanden eine Bereicherung war.“ Den Künstlern wurden lediglich anteilsmäßige Unkosten für das Material ersetzt. Bei der Paussenberg Galerie sollte es wirklich um die Liebe zur Region gehen – ohne künstlerische Grenzen oder Einschränkungen.
Max Sendlhofer
Im Besucherbuch verewigen
Natürlich müssen wir das alles mit eigenen Augen sehen. Also treffen wir Sepp Gamsjäger und Max Sendlhofer beim Parkplatz des Besucherbuchs neben dem Rekzagl. Das Besucherbuch ist gleichzeitig die erste Station der Galerie. Seit der Eröffnung 2012 hegen und pflegen Sepp Gamsjäger und die anderen Verantwortlichen die neun Skulpturen. „Jedes Frühjahr fühlen wir allen Skulpturen genau auf den Zahn und schauen, ob alles noch passt“, erklärt Sepp. „Das Besucherbuch befüllen wir regelmäßig mit neuen Blättern. Ich nehme die vollen Tafeln mit nach Hause und bewahre sie als Erinnerung auf. Man weiß ja nie, was noch alles auf uns zukommt.“ Auch wir tragen uns gleich ein. Dann marschieren wir gemeinsam los – wir sind schon gespannt auf die anderen Skulpturen!

Skulpturen zum Betrachten, Bänke zum Verweilen
Knapp zweieinhalb Kilometer geht man bis zur Eingangstür des Paussbauern. Der asphaltierte Geh- und Wanderweg schlängelt sich in sanften Kurven bergauf. An markanten Stellen des Weges wurden die insgesamt neun Skulpturen angebracht. Bei jeder Skulptur ist nicht nur eine Hinweistafel mit einer Erklärung zur Installation und ihrem Standort angebracht – es gibt auch immer eine originelle Sitzbank, die zum Verweilen, Sinnieren und Genießen einlädt. Wir lassen uns bei der fünften Station mit dem vielversprechenden Namen „Tor zum Hochkönig“ nieder. Die Skulptur vor uns wurde aus runden Baumstämmen gemacht. Sitzt man auf der Bank und blickt auf das Kunstwerk, wirkt es so, als betrachte man das Hochkönig-Panorama durch eine alte Postkarte mit gewellten Rändern. Um uns herum summen die Bienen geschäftig ihr Arbeitslied, die Vögel zwitschern und pfeifen. Der warme Frühsommerwind trägt den Duft von frisch gemähtem Gras an unser gemütliches Plätzchen in der Sonne. Wir lehnen uns zurück und genießen den Ausblick, lassen diese schönen Eindrücke auf uns wirken. Herrlich!

„DJ Bobo war auch schon hier“
Ein berühmter Gast der Paussenberg Galerie ist übrigens der Schweizer Musiker Peter René Baumann, besser bekannt als DJ Bobo. Auch er war hingerissen von der Schönheit der Region und fand Gefallen an den Kunstwerken der Paussenberg Galerie. Je nachdem, wie viel Muße man zum Betrachten der Kunstwerke mitbringt, braucht man für die Strecke zum Paussbauer zwischen 30 und 45 Minuten. Oben beim beliebten Gasthaus erwarten uns nicht nur eine große Panoramaterrasse, ein herrliches Tiramisu und ein guter Häferlkaffee, sondern auch etwas, das man mit Geld nicht bezahlen kann: ein atemberaubender Blick auf das Hochkönig-Massiv.

„Fast alle fragen mich etwas zu den Kunstwerken“
Peter Ammerer, der Paussbauer-Wirt, begrüßt uns herzlich. Er ist einer der Grundbesitzer, die ihren Boden für die Skulpturen kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Die Familie von Paussbauer-Wirt Peter Ammerer hat gemeinsam mit Max Sendlhofer auch die letzte Installation mit dem Titel „Augenblicke“ direkt vor dem Haus gestaltet. „Es passiert immer wieder, dass Gäste mit dem Auto kommen und erst einmal an den Skulpturen vorbeifahren“, erzählt Peter. „Fast alle fragen uns dann aber, was es für eine Bewandtnis hat mit den Installationen. Und wenn sie dann wieder runterfahren, können wir oft beobachten, dass die Leute bei den Kunstwerken stehenbleiben und sie sich genauer anschauen. Das ist schön“, sagt Peter und lächelt.
Peter Ammerer
Eine Liebeserklärung aus Metall, Holz und Stein
„Schau, jetzt verzieht sich der Nebel langsam“, sagt Sepp und zeigt auf den mächtigen Gebirgszug vor uns. „Gleich sehen wir den Hochkönig in seiner ganzen Pracht. Weil der König, der zeigt sich immer als letzter.“ Sepp lacht herzlich und seine Augen leuchten. Da ist sie wieder: die Liebe zur Region. Die Paussenberg Galerie ist eine echte Liebeserklärung gemacht aus Metall, Holz und Stein. Eine Liebeserklärung der Mühlbacher an ihre Heimat.


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