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Baustellenstory Nr. 6

Heute brechen wir mit einer Tradition. Man mag es glauben oder nicht, aber bei den Recherchen und Terminen zu den Stories 1 - 5 hatten wir ausnahmslos schönes Wetter. Diese Woche nicht. Es ist Anfang September 2018 und auf einen heißen, sonnigen Sommer, der in die Geschichtsbücher eingehen wird, folgt nun der Herbst. Dieser gibt Anfang September ein deutliches Zeichen von sich und kommt mit Nebel, Regen und tiefen Temperaturen. Das ist auch durchaus von Vorteil, aber dazu später.

Nebel und Regen am Natrun hoch über Maria Alm

Wie immer nimmt mich Siegfried Egger mit auf die Baustelle am Natrun, wie immer treffen wir uns am Morgen im Büro und wie immer ist Siegi sehr gut gelaunt und motiviert, seine Baustelle in gewohnter Form voranzubringen. Etwas ist anders, nicht mehr die Sonnbergbahn steht im Fokus unseres Interesses, es ist die Natrunbahn, an der derzeit fieberhaft gearbeitet wird. An der Sonnbergbahn hat sich seit dem letzten Bericht nicht viel getan, das Seil ist aufgelegt und in der Bergstation werden diverse Feinmontagen durchgeführt. Es wirkt, als wartet die Bahn nur mehr auf den Winter.

NATRUN: aus alt mach neu

Unser Hauptinteresse gilt der Natrunbahn bzw. dem dorfj@t, wobei ganz markant auffällt, ER IST WEG! Der dorfj@t hat mit 19. August 2018 seinen Dienst eingestellt und wurde daraufhin abgetragen. Die Trasse der Bahn ist noch zu erkennen, die Talstation allerdings ist wie vom Erdboden verschluckt. Aus dem Boden gestampft wurde am anderen Ende die Bergstation und die sieht schon richtig gut aus. Eine größere Gruppe von Männern und Frauen aus Vorarlberg ist gerade noch dabei, die Sessel der Bahn zu demontieren und zu verladen, die Bahn wurde in den Montafon verkauft und wird dort ab diesen Winter als Sesselbahn ihren Dienst verrichten. Zeit für Abschiedsszenen ist keine.

Neue Bahn, neue Trasse, neue Piste

ALLES NEU am Natrun und das ist gut so. Die neue Bahn auf den Natrun wird baugleich zur Sonnbergbahn. Die Gesamtlänge  der neuen Natrunbahn wächst um gut 400 Meter auf ca. 1.300 m Länge. Durch die neue Länge und neue Lage der Bergstation ergeben sich auch ein neuer Winkel und somit eine neue Trasse. An der wird gerade fieberhaft gearbeitet, und das bei erschwerten Bedingungen. Das Wetter ist den Arbeiten an der Leitungs- und Kabeltrasse nicht gerade zudringlich. Trotzdem sind die Männer sehr gut in der Zeit und verlegen Kabel um Kabel ins Innere der Trasse, damit später Stromversorgung, Überwachung und Kommunikation zwischen den Stationen perfekt funktioniert. 


Ein steiler Graben formt die Kabeltrasse der neuen Natrun-Bahn

Geschäftiges Treiben an der Bergstation

Wie soll ich es nennen: Skizentrum, Ski-Marktplatz oder Ski-Treffpunkt - wie auch immer, am Natrun wird ab kommenden Winter ganz schön was los sein. Die neuen Bergstationen der Sonnberg- und der Natrunbahn sehen richtig gut aus. Die Stahlkonstruktionen wirken urban, die Holzverkleidungen natürlich-schön und die Verglasung inklusive Vogelschutz hochwertig. Meiner bescheidenen Meinung nach könnte man eine Bergstation viel “unattraktiver” bauen. Im Inneren der Station ist viel Platz, da hier mit dem System der Stationsgaragierung gearbeitet wird. Was das ist? Mehr dazu im Glossar!

Die fast fertige Bergstation der Sonnberg-Bahn in Maria Alm

An Tom’s Hütte, der neuen Skihütte am Natrun, wird auch gerade fieberhaft gearbeitet. Die moderne Holzkonstruktion der stylischen Hütte kann man schon gut erkennen und irgendwie kann man schon fast den Kaiserschmarren riechen. Die Hütte, bzw. das Restaurant befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den Bergstationen und wird sich mit Sicherheit zu einem beliebten Treffpunkt der Skifahrer entwickeln. Die Sonnbergpiste erstrahlt in einem saftigen Grün, dafür ist - und jetzt kommen wir endlich dazu - das aktuelle feuchte, kühle und herbstliche Wetter zuständig. Bei diesen Verhältnissen wächst das Gras besonders gut und es sieht fast so aus, als wäre hier nie umgegraben worden. Am liebsten würde man gleich die Ski anschnallen und loslegen.

Das Gras sprießt auf der Sonnberg-Piste

Der Natrun bekommt eine neue Talstation

Und ich dachte, heute war an der Bergstation viel los, im Tal ging es noch geschäftiger zu. Wie beim letzten geologischen Gutachten festgestellt wurde, muss es im Boden unter der neuen Talstation zu einem “Bodenaustausch” kommen, d.h., der schlechte, poröse, nicht genug tragfähige Untergrund muss durch stabilen Magerbeton ersetzt werden. Magerbeton eignet sich hervorragend, ist kostengünstig und gibt den Fundamenten der neuen Talstation die nötige Stabilität, um die Zugkräfte der neuen 10er Einseilumlaufbahn in Zaum zu halten. Ca. 80 m3 Magerbeton werden vom Mischwagen geliefert und von den Männern in mühevoller Arbeit in den Boden eingebracht.

Der Hubschrauber liefert den Beton

Nicht weit von der neuen Talstation gehen die Männer in die Luft. Ein Transporthubschrauber nimmt den Mischwagen Beton für die Fundamente der neuen Seilbahnstützen auf und fliegt diesen auf den Berg, wo er von Teams in die Stützenfundamente gegossen wird. Die neuen Stützen, bestehend aus Schaft, Joch und Rollenbatterie der Natrunbahn liegen bereits im Tal bereit und warten nur darauf, per Hubschrauber auf den Berg geflogen und montiert zu werden. Vom Tal aus kann man auch gut die neue Bahntrasse und deren Steilheit erkennen, über die die neue Bahn auf den Natrun führen wird.

Der Vormittag war wieder sehr interessant und klar ist weiterhin: es tut sich viel in Maria Alm!

FACHBEGRIFFE, AUSDRÜCKE, FREMDWÖRTER:

Stationsgaragierung:

Hierbei werden die Kabinen der Bahn im Umlauf garagiert, gewartet und serviciert. Es gibt keinen eigenen Bahnhof und es muss kein extra Gebäude errichtet werden.

Vogelschutzverglasung:

Die Außenfassade der Berg- und Talstationen sind aus sogenannter Vogelschutzverglasung. Zahlreiche, auf die Scheiben aufgebrachte Punkte schrecken Vögel ab und verhindern das diese gegen das Glas prallen.

Kabeltrasse:

Ist der Graben, der unter der neu erreichteten Bahn am Natrun verläuft und welcher folgende Kabel in sich aufnimmt:

RPD-Kabel: Kabel für den Rope Position Detector - Sensorig zur optimalen Position des Seils auf den Rollen der Stützen.
Stromkabel: für die Beleuchtung der Stützen
LWL-Kabel: ein LichtWellenLeiter zur Steuerung, Verbindung und Kommunikation zwischen Berg- und Talstatioin
30 KV Kabel: um die Stützen mit Energie und Strom zu versorgen

Bodenaustausch:

Hatten wir schon. Schlechter, poröser Boden wird durch festen, kompakten und stabileres Bodenmaterial ersetzt. Vor allem bei Bauwerken, deren Fundamenten großen Kräften ausgesetzt sind.

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