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Baustellenstory Nr. 5

“August, Hochkönig, die Sonne brennt, die Frisur hält!” Scherz beiseite, ich war wieder auf der Skigebiets-Baustelle in Maria Alm und das anhaltend schöne Wetter diesen Sommer sorgt für einen weiterhin guten Baufortschritt. Im Zentrum meiner Aufmerksamkeit standen diesmal: die Talstation am Aberg und die Sonnbergbahn, an der am Dienstag dieser Woche das Seil eingezogen wurde. Wenn man wie ich mit einem Bergbahn-Experten ins Gespräch kommt, merkt man oft zum ersten Mal, dass man sich noch nie Gedanken über so etwas gemacht hat wie: WIE KOMMT DAS SEIL IN DIE SEILBAHN?

Ein diffiziler und langwieriger Prozess

Gleich mal vorweg: Heute gibt es eine Reihe toller Fachbegriffe zu lernen und die meisten davon werden auch im GLOSSAR erklärt.
Der Seilzug (also der Einzug des Seils) über die Stützen der Seilbahn ist eine wirklich coole Sache und eigentlich viel einfacher, als man sich das vorstellen mag. Einfach ist gut, es ist und bleibt eine harte und gefährliche Arbeit, welche viel Expertise erfordert. “Dünne” Hilfsseile werden zuerst händisch über die Rollen der Stützen eingezogen und helfen dabei, das Zugseil ins System zu bringen. Wie der Name schon sagt, hat das Zugseil die Aufgabe, das viel dickere Förderseil (auf dem später die Kabinen hängen) einzuziehen. 

Soweit so gut, klingt ja ganz einfach

Kabelrollen, jeder kennt diese aus dem Baumarkt, was im Grunde etwas ganz ähnliches ist, sehen am Sonnberg gleich mal viel größer aus. Hier ist die Rede von ECHTEN Kabelrollen oder besser Seilrollen, auf denen das 48 mm dicke Förderseil aufgerollt ist. Das Zugseil ist also mit dem Förderseil verbunden und zieht dieses Schritt für Schritt und Meter für Meter entlang der Seilbahntrasse über die Rollen der Stützen. An der Seiltrommel arbeiten zwei Männer, einer davon ist der “Bremser” und blockiert die Trommel, sobald er über Funk den Befehl dazu erhält. Am anderen Ende wird das Zugseil ebenfalls auf eine riesige Trommel aufgerollt. An ihr arbeiten auch zwei Arbeiter. Einer lenkt das Seil in die richtige Richtung, der zweite bedient das gewaltige Aggregat, das die Rolle antreibt. Im Boden vergraben ist der sogenannte “Tote Mann”, dazu mehr im Glossar.

Die Seiltrommel, auf der das Förderseil aufgerollt ist, wird immer dünner, da das Seil ja abgewickelt wird, während jene, auf der das Zugseil aufgerollt wird, immer dicker wird, logisch oder? Die Männer arbeiten penibel und lassen sich nicht hetzen, zu wichtig ist diese Arbeit. Sie sind per Funk miteinander verbunden und ziehen das Förderseil auf die Rollen der Stützen. Sobald das Seil oben ist und die Enden miteinander verbunden sind, wird die Konstruktion durch massive Hydraulikzylinder gespannt, welche man bereits in der Talstation erkennen kann. Läuft alles gut, dauert der eigentliche Prozeß des Seilzugs nur ein paar Stunden, lässig!

Skiverbindung

Eine feste Verbindung

Sobald das Seil auf die Rollen, also ins Bahnsystem eingelegt worden ist, müssen die beiden Enden natürlich auch verbunden werden, ist klar, die Sonnbergbahn ist ja eine Umlaufbahn, da gibt es keinen Anfang und kein Ende. Die Seilenden werden mit viel Kraft und technischen Hilfsmitteln zusammengespannt und daraufhin mittels eines sogenannten “Langspleisses” verbunden. Der SPLEISS ist die Verbindung der beiden Seilenden, wobei jede einzelne der sechs Seil-Litzen mit dem Ende einer gegenüberliegenden Litze verwoben wird. Man kann sich das nur schwer vorstellen, aber genauso funktioniert das - von bis zu 12 Mitarbeitern gleichzeitig, in Handarbeit! Ja genau, die finale Verbindung beider Seilenden ist Handarbeit und sicherlich keine leichte. Jetzt wird es noch technisch: die Länge des Spleisses, also der Verbindung, beträgt exakt 1.200 x der Dicke des Seils. Also bei 48 mm Seildicke exakt 57,6 Meter. 

Die Montage der Schneekanonen


Seil drinnen - Schneekanonen installiert

Der Seilzug bei der Sonnbergbahn war nicht die einzige Attraktion, die es diese Woche zu bestaunen gab. Einige Tage vor meinem Besuch auf der Baustelle wurden die Propeller-Maschinen zur Schneeerzeugung per Hubschrauber montiert. Abwechselnd wurden die Türme und dann die Maschinen selbst, zu den einzelnen Schächten geflogen und montiert. Zwei Teams am Boden führten die Befestigung und die Montage der Maschinen durch. Das schicke Blau der Schneekanonen ist aktuell ein toller Kontrast zum Grün der Wiese. Insgesamt kommen 39 Propeller-Maschinen und 90 Lanzen am Natrun zum Einsatz. Mit dem neuen Speicherteich als Kernstück und der dazugehörigen Beschneiungsanlage ist es künftig möglich, die gesamten Pisten am Natrun innerhalb von nur drei Tagen zu beschneien.

Die Talstation der Sonnberg-Bahn

Im Tal alles auf Spur

Bevor wir uns den Seilzug genauer angesehen haben, stand noch eine Begehung der Talstation auf dem Programm. Ich bin schon dort gestanden, wo künftig die Skifahrer und Wintersportler in die Kabinen einsteigen werden. Die Basis der Plattform bildet eine betonierte, monolitische Platte (Glossar), auf der Einfahrtsbinder und Umkehrsteher der Talstation ruhen. Gut zu sehen ist auch die riesige, rote Umlaufscheibe, welche sich aufgrund des Seilzugs sogar schon erstmals langsam bewegt hat. Auf einem LKW haben wir außerdem Stützenschablonen gesehen, die man für die Montage der Seilbahnstützen benötigt. Sie waren schon verladen, um von der Firma Doppelmayr auf die nächste Baustelle transportiert zu werden. Die Rohrbrücke ist beinah fertig und das Energieumwandlungsgebäude steht, genau wie die Pumpstation - es sieht alles sehr gut aus und Siegfried Egger kann wirklich zufrieden sein!

Da dies mein erster Besuch auf der Baustelle ohne makellosen, sommerlichen Sonnenschein war, stieg bei mir gleich die Vorfreude auf Winter und Skifahren!

Bei euch auch? Bis bald am Berg

 

Fachbegriffe, Ausdrücke, Fremdwörter - unser GLOSSAR:

Toter Mann:

Klingt schlimmer, als es ist! Zur Stabilisation der riesigen Seiltrommel des Zugseils wird ein riesiger Baumstamm im Boden vergraben und mit der Seilrolle verbunden. Er verhindert das Wegrutschen der Rolle, sollte der Zug am Seil zu groß werden.


Monolitische Platte:

Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich um eine Platte “aus einem Guss”. Die gesamte Plattform, auf der die Talstation ruht, wird aus einem Stück betoniert und geschliffen, damit sich eine völlig glatte Oberfläche ergibt. Sieht super aus!


Stützenschablonen:

Diese runden Teile haben wir, bereits auf einem LKW zum Abtransport verladen, gesehen. Sie haben genau den Durchmesser der Stützenschäfte und geben die Ankerlöcher vor, durch die später die Schäfte am Beton angeschraubt werden.


Knebel:

Den Knebel konnte man vom Förderseil hängen sehen, als es eingezogen wurde. Er ist nichts anderes als ein Gewicht, dass an einer Stange nach unten hängt und das Seil stabilisiert. Dadurch wird verhindert, dass sich das Seil, das ja gedreht ist, während des Seilzugs aufdreht und somit nutzlos wird.


Abspannzylinder:

Nach dem Einzug des Seils wird es von zwei großen Hydraulikzylindern gespannt. Ebenso wird das Förderseil bei Bedarf nachgespannt, da es sich bei laufendem Betrieb langsam dehnt.

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