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Baustellen Story Nr. 3

Baustellen Story Nr. 3 

Besser kann man es eigentlich nicht erwischen. Mittwoch früher Morgen, bestes Wetter und ich mit der Kamera vor Ort, als der riesige, russische Hubschrauber KA32A12 abhob, um die letzte Stütze der Sonnbergbahn zu montieren. Tags davor: Anruf von Siegried Egger: “Stephan, morgen kommt der Hubschrauber! Bist gestellt? Wenn’st gscheite Bilder willst, musst um 07:50 Uhr vor Ort sein …!” Und ich war da, als pünktlich um 08:00 Uhr die beiden massiven Turbinen mit je 2.800 PS Leistung angeworfen wurden. Die Firma Swiss Helicopter brachte 7 Experten zum Einsatz. 1 Mechaniker, 1 Pilot, 4 Flughelfer und 1 Tankwagenfahrer funktionierten wie eine gut geölte Maschine. Zeit ist Geld, wenn dieser Helicopter im Einsatz ist, der sollte wenn möglich keine Minute zu lange am Boden stehen.

Technisches Wunderwerk

Der russische Hubschrauber KAMOV ist ein riesen Ding und Europas “Schwergewichtsweltmeister”. Er hebt bis zu 5 Tonnen Gewicht. Das Besondere sind die beiden übereinander liegenden und in gegengesetzter Richtung laufenden Rotorblätter. Durch die gegensätzlichen Rotationen heben sich die Kräfte gegeneinander auf und sorgen für große Stabilität bei Wind. Viel mehr, als das bei herkömmlichen Hubschraubern mit Heckrotor der Fall ist. Wenn man genau hinschaut, kann man sogar die Luftverwirbelungen erkennen, die vom Rotor erzeugt werden. Interessant ist auch, dass sich der Hubschrauber durch den Luftwiderstand in der Luft stark statisch auflädt. Klingt wild, ist aber für Piloten und Insassen ungefährlich. Allerdings muss jedes Teil, bevor es an das Tragseil angehängt wird, zuvor geerdet werden, was von allen beteiligten Arbeitern penibel in die Tat umgesetzt wird.

Luftverwirbelungen beim Hubschrauber

Am besten gleich in der Früh

Geflogen wird wenn möglich am Morgen, wenn die Luft kühl ist. Dann ist die Dichte höher und der Hubschrauber kann seine gesamte Leistung entfachen und bis zu 5 Tonnen Gewicht heben. Ist die Luft sehr warm, verliert der Hubschrauber an Leistung. Brachiale Leistung ist notwendig, um das schwerste Element der Stützen-Schäfte mit über 3 Tonnen anzuheben. Der Schaft der Seilbahnstütze kommt auf das betonierte Fundament, darauf setzen die Männer das Joch und als Letztes werden die Rollenbatterien montiert. Dieser Job ist Millimeterarbeit und man sieht den Profis deren Routine an. Die Zeit zwischen den Montagen der Elemente wurde perfekt genutzt und im selben Arbeitsschritt die Stützen der Materialseilbahn demontiert und im Tal abgelegt, ihre Arbeit am Sonnberg ist getan.

Final Steps beim Speicherteich

Ich war nicht nur wegen des Hubschraubers vor Ort, unsere Fahrt ging auch wieder zum Speicherteich, dieser ist nun beinah fertig. Die Folie ist ausgelegt und mit einem speziellen Fleece ummantelt. Nun wird auf der Außenseite und am künftigen Grund des Sees der Kies verlegt. Dieser wird von Kipplastern von oben in das Becken gekippt und von einem massiven Langarmbagger sorgfältig verteilt. Spannend dabei: der Kies rutscht NICHT von selbst in das Becken, sondern bleibt dort liegen, wo er entladen wird. Grund hierfür ist die perfekte Hangneigung des Beckens. Am Pumphaus beim Speicherteich wird noch eifrig gearbeitet und sobald es fix steht, werden die Leitungen fertig verlegt und angeschlossen. Im September wird planmäßig der erste Liter Wasser durch die Leitungen in den Speicher fließen.

Die Folie am Speicherteich

Sonnbergbahn, Bergstation, Sonnbergpiste

In diesem Bereich ist der sehr erfreuliche Baufortschritt besonders gut zu erkennen. Die Bergstation der Sonnbergbahn nimmt ihre Formen an und man kann den Einfahrtsbinder und den Umkehrsteher (Erklärungen folgen im Glossar) gut erkennen. Auch der Standort der Bergstation der neuen Natrunbahn steht fest, hier wird in Kürze mit dem Bau begonnen. Die Leitungen der künftigen, neuen Natrunpiste werden gerade verlegt und Siegi hat mir gezeigt, wie er den exakten Verlauf der Leitungen mittels GPS aufzeichnet. GANZ WICHTIG: nur so kann man die Lage der Leitungen später bestimmen.
Interessanter Side-Fact zur Sonnbergbahn: Blickt man von oben entlang der Bahn, erkennt man ihren gebogenen Verlauf. Die Bahn verläuft defacto in der Form einer Banane, das war notwendig, um die vorgeschriebenen Abstände zu den nächst liegenden Objekten einzuhalten.


GPS Aufzeichnung by Sigi

Die Sonnberg Piste ist fertig!

Und sieht hervorragend aus. Die Hangneigung ist perfekt und die Piste erstrahlt bereits in einem satten Grün. Der Tunnel unter der Piste, bei dessen Bau wir in der Baustellen Story # 1 noch Zeugen waren, ist fertig und kann in Kürze von den Grundbesitzern befahren werden. Die Piste ist humusiert, perfekt planiert und begrünt und sieht so aus, als wäre hier niemals gegraben worden. Alle Gräben sind zu, die Feldleitung schlummert im Inneren des Bodens und wird aktuell auf Dichtheit geprüft (mehr dazu im Glossar). Bis die Vegetation eine anständige Höhe erreicht hat, verlaufen noch Entwässerungsgräben über die Piste, welche das Wasser nach starken Regenfällen und Gewittern ableiten sollen.

Der gestrige Vormittag war echt aufregend. Erstens, weil ich einen riesigen, russischen Schwergewichts-Hubschrauber bei der Arbeit beobachten konnte und zweitens, weil auf der Baustelle in Maria Alm wieder einmal alles wie am Schnürchen funktioniert. Der Fortschritt ist erfreulich und man kann mit Fug und Recht von einem tollen Projekt sprechen.

Wir “lesen” uns wieder im Juli!

Hier noch ein paar Begriffe, die ich gestern gelernt habe:

Einfahrtsbinder & Umkehrsteher:

Zwei neuralgische Punkte, auf denen die neue Bergstation der Sonnbergbahn ruhen wird. Der Einfahrtsbinder ist in Richtung Tal der erste Punkt, während der Umkehrsteher das große Umkehrrad auf sich tragen wird. Darüber verrichtet dann ein leistungsstarker Motor seine Arbeit und sorgt für den Antrieb der Sonnbergbahn.

Abdrücken einer Wasserleitung:

Die Freileitung für das Wasser ist fertig und im Boden vergraben. Nun muss sie auf Dichtheit geprüft werden. Das passiert in diesem Fall mit 70 bar Wasserdruck, der im Inneren der Leitung aufgebaut wird und sie in anderen Worten “abgedrückt” wird. Dritt kein Wasser aus der Leitung aus und ist der Wasserdruck im Inneren konstant, ist alles in Ordnung.

Quergräben auf der Piste:

Längliche Gräben, die entlang der Piste dafür sorgen, dass Wasser, nachdem es in Form von Regen fällt, abfließen kann. Damit wird verhindert, das bei Gewittern und Starkregen Humus und Samen erodieren und weggespült werden. Ist die Begrünung hoch genug, werden diese Quergräben auf der Skipiste wieder zugeschüttet.

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