Winterurlaub in Hochkönig
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Neues Leben auf der Alm

Etwas unsicher stakst es über das saftig-grüne Gras, die Beine scheinen noch etwas zu lang für den zarten Körper. Die Almwiese des Hochkönig-Gebiets mit ihren Unebenheiten stellt eine Herausforderung für das frischgeborene Kälbchen da. Gut, dass Kuh-Mama "Glück" gleich zur Stelle ist und den kleinen Stier mit mal beruhigendem, mal aufmunterndem Gemuhe durch die aufregende neue Welt dirigiert.

Wir dürfen Claudia begleiten, als sie sich am späteren Nachmittag auf den Weg macht um die Kühe von der Wiese wieder in den Stall der Melchamalm zu treiben. Claudia ist eigentlich Lehrerin, die schulfreie Zeit im Sommer verbringt sie dieses Jahr aber hoch über Maria Alm und verrichtet hier die Arbeit der Sennerin. Wenn auf der Alm ein gesundes Kälbchen zur Welt kommt, sagt sie, ist das schon immer ein besonderes Ereignis. Diese Tage gibt es sogar zwei Kälbchen auf der Melchamalm: Die Kühe "Bernstein" und "Glück" haben je einen gesunden kleinen Stier auf die Welt gebracht. Den Nachwuchs von Bernstein können wir in der großzügigen Box im Stall bewundern – er ist einige Tage älter als sein kleiner Kompagnon und verbringt den heutigen Tag im Schutz des Stalls. Das Kälbchen von Glück hat erst gestern das Licht der Welt erblickt – auf der Almwiese, nur in Gegenwart der anderen Kühe und des majestätischen Hochkönigs.

 Claudia auf der Melchamalm

Das Kälbchen unter der Tanne
Claudia führt uns über die Wiese, weit vor uns am Waldrand liegen die Melchamkühe und dösen in der Sonne. Border Collie Rigo, der den ganzen Sommer oben auf der Alm bleibt, springt um uns herum und läuft immer wieder vor in freudiger Erwartung, die Kühe in den Stall zurücktreiben zu dürfen. Wir wandern durch einen kleinen Graben, steigen über ein munter dahinplätscherndes Bächlein hinweg und balancieren über große Steine. Auf der anderen Seite des Grabens angekommen werden wir schon von Rigo begrüßt, der eifrig mit dem Schwanz wedelt. Vielleicht will er uns sagen: Da sind sie, ich hab sie gefunden! Denn nur wenige Schritt von uns entfernt, dort, wo der Wald beginnt, liegt das neugeborene Kälbchen. Flankiert von zwei Kühen – der Mutter und, wie uns Claudia erklärt, einer führsorglichen Tante – hat es sich unter das schattenspendende Dach einer Tanne gelegt.

 Stierjunge mit Mutterkuh am Hochkönig

Ein friedlicher Moment 
Langsam schleichen wir uns näher, versuchen jede hektische Bewegung zu vermeiden. Ob die Mutter nicht vielleicht aggressiv reagiert, wenn wir zu nahekommen, frage ich Claudia. Doch die verneint lächelnd. Die Kühe hier von der Alm vertrauen den Menschen. Speziell Glück, die Mutter des Neugeborenen, ist eine erfahrene Mutterkuh, erklärt mir die Sennerin. Und tatsächlich betrachten uns die beiden Kühe zwar neugierig, richten ihre Aufmerksamkeit aber gleich wieder auf das Baby zu ihren Hufen. Nichtsdestotrotz halten wir einen Respektabstand, als wir uns auf den Waldboden niederlassen. So winzig schaut es aus, das kleine Stierbaby, und doch schon so komplett. Mit großen schwarzen Augen beobachtet es uns; die noch ungechipten Ohren wackeln unablässig, um die Fliegen zu verscheuchen. Es ist ein schöner, friedlicher Moment, der nur hin und wieder von dem beruhigenden Gebrummel der Kühe unterbrochen wird. Einer von diesen stillen Momenten, die in unserer schnelllebigen Zeit so kostbar geworden sind. 

Stierjunge mit Mutterkuh
Neues Leben auf der Alm
Wir bleiben eine Weile sitzen, betrachten die Fellzeichnung des kleinen Wesens und seine milchkaffeebraune, feuchte Nase. Irgendwann kommt Rigo über die Wiese gelaufen und erinnert uns daran, dass die Kühe langsam in Richtung Stall getrieben werden sollten. Und das kleine, noch namenlose Kälbchen bekommt das erste Mal ein echtes Dach über den Kopf. Also machen wir uns auf zur Melchamalm und dürfen beobachten, wie Glück ihr kleines Baby sorgsam durch den Graben hindurchdirigiert. Stolpernd und schlitternd stakst es hinter seiner Mutter her, aber man kann schon jetzt erkennen, dass seine Tritte immer sicherer werden. Auf der großen Almwiese auf der anderen Seite des Grabens, vor dem atemberaubenden Panorama des Hockönig-Massivs, muss das Kälbchen eine kurze Pause einlegen und sich bei der Mutterkuh stärken. Sobald sich alle Kühe der Melchamalm eingefunden haben, geht die tierische Prozession weiter hinauf bis zum Stall. In ihrer Mitte der kleine Stier, der in der Sicherheit der Herde sogar schon den einen oder anderen Bocksprung wagt. Doch es dauert nicht lange, da sind die Batterien leer und der kleine Abenteurer liegt lang ausgestreckt in seiner Box im duftenden Stroh. Die Welt erkunden macht müde, also überlassen wir den Kleinen dem wohlverdienten Schlaf und ziehen hinter uns die Stalltüre zu. Gleich wird Claudia kommen um die anderen Kühe zu melken und der kleine Baby-Stier wird wieder aufwachen. So ist das eben auf der Alm – die Arbeit geht nicht aus. Aber nach einem Blick auf die zwei kleinen Kälbchen geht sie heute sicher ein bisschen leichter von der Hand.

 

 

 

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