Winterurlaub in Hochkönig
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Hochkönig-Skistar auf der Buckelpiste

Melanie Meilinger im Gespräch

Melanie Meilinger aus Mühlbach am Hochkönig ist die einzige Österreicherin, die derzeit beim Buckelpisten Weltcup antritt. Die 26-Jährige sprach mit uns über ihren Bezug zur Heimat, ihr aktuelles Crowdfunding-Projekt und Plastikski mit rosaroten Hasen...


Liebe Melanie, du bist gerade in China. Was passiert denn derzeit und was ist für diese Saison geplant?

Das erste Weltcuprennen der Olympia-Saison hat am 9. Dezember in Finnland stattgefunden. In den Tagen vor dem Rennen habe ich die Gelegenheit genützt, um auf dem Rennhang zu trainieren und mich so gut wie möglich vorzubereiten. Ruka ist eines der anspruchsvollsten Rennen auf unserer WC-Tour – leider ist beim Wettkampf mein 2. Sprung nicht ganz wie geplant verlaufen, dennoch hatte ich ein sehr gutes Training dort. Direkt im Anschluss an Finnland bin ich weiter nach China gereist, wo kurz vor Weihnachten noch zwei weitere Weltcup-Rennen stattfinden.

Dann wäre eigentlich die Pause über Weihnachten und Silvester – da mich das Christkind aber schon seit ein paar Jahren nicht mehr besucht und fleißig beschenkt, werde ich in dieser Zeit in Seattle (USA) sein und ins neue Jahr rutschen. Im Jänner startet das Jahr 2018 mit Rennen in Calgary (CAN), Deer Valley (USA) und Mt. Tremblant (CAN). Am 21. Jänner komme ich dann wieder nach Hause!

Anschließend gibt es ein paar Tage Erholung, bevor es nach Pyeongchang geht – sofern alles nach Plan verläuft. Bisher bin ich die einzige der derzeit aktiven österreichischen Buckelpistenfahrerinnen, die die internationalen Kriterien zur Teilnahme an den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang erreicht hat. Allerdings ist es so, dass erst am 21. Jänner die fixen Athleten und Athletinnen feststehen, die Österreich bei den Spielen vertreten werden. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg und ich versuche step by step, meine Leistung aus dem Training in die Wettkämpfe umzusetzen.

Wie bist du zu der in Österreich bisher noch nicht sehr verbreiteten Disziplin gekommen?

Da ich inmitten des traumhaften Skigebietes Mühlbach am Hochkönig aufgewachsen bin, bin ich hautnah mit dem Wintersport verbunden. Skifahren ist von Kindheit an meine große Leidenschaft – bereits mit zwei Jahren hat man mir angemerkt, dass mir die Brettl‘n am Herzen liegen. Der Weg in den Alpin Skisport war vorprogrammiert, bis 2010 nahm ich als Kadermitglied des Salzburger Landesskiverbandes an nationalen und internationalen Rennen teil. Nach dem Ende meiner Karriere 2010 habe ich beschlossen, mir einen weiteren Kindheitstraum zu erfüllen – somit bin ich als Trainerin nach Australien gegangen und habe dort eine Trainingsgruppe aus dem „Race club“ in Falls Creek betreut. Da der Stellenwert der Buckelpiste in Australien wesentlich höher ist als hier in Österreich, habe ich dort auch auf der Buckelpiste unterrichtet, um die Kinder und Schüler auf die Buckelpisten-Rennen vorzubereiten.

Da Falls Creek ein Skigebiet ist, wo Österreicher gerne und viel gesehen sind, hat es sich bis nach Österreich durchgesprochen, dass ich dort auf der Buckelpiste Unterricht gegeben habe. Seit 2011 nehme ich nun selbst an nationalen und internationalen Buckelpisten-Rennen teil. Eine spektakuläre Disziplin: Die Kombination aus Ski und Akrobatik, die Geschwindigkeit und die Action in den Buckeln, verrückte Saltos und 360er bedeuten Adrenalin pur! Eine große Herausforderung...


Wie und mit wem trainierst du derzeit?

Da es in Österreich kein offizielles Team für Buckelpistenathleten gibt, trainiere ich seit Ende der letzten Saison mit dem Slowenen Aleš Špan. Er kennt die Freestyle Szene nur zu gut und hat ein breit gefächertes Wissen durch seine jahrelange Erfahrung und zahlreichen Ausbildungen. Ich bin sehr zufrieden mit unserer Zusammenarbeit, in den letzten Monaten habe ich sehr viel voran bringen können. Das Training ist sehr individuell auf meine Bedürfnisse ausgelegt und das spiegelt sich auch in meinem Fortschritt wieder. Mit Aleš habe ich einen Trainer gefunden, welcher sich um das Konditions- und Schneetraining kümmert. Weitere Betreuung kann ich mir aus finanziellen Gründen nicht leisten.

Ich bin ein 1-Frau-Team, zwischendurch habe ich immer wieder Gesellschaft von jüngeren Athletinnen und Athleten, die bei einzelnen Trainingscamps mit trainieren. Ihre Ziele sind aber anders als meine, von daher bin ich mit meinem Trainer im Winter alleine on Tour.

Der ÖSV hat mich in den letzten Jahren auf meinem Weg unterstützt, wofür ich jedem Mitverantwortlichen sehr dankbar bin. Durch interne Unstimmigkeiten in der Sparte Buckelpiste hat die ÖSV Spitze sich aber entschlossen, meine Disziplin nicht weiter zu fördern. Das finde ich natürlich sehr schade – da ich aber die Hintergründe kenne, kann ich diese Entscheidung verstehen und auch akzeptieren und es hält mich nicht davon ab, weiter für meinen Traum und meine Ziele zu kämpfen!


Was verbindest du mit Mühlbach und der Region Hochkönig?

Home is where your heart is – das trifft meinen Bezug zu Mühlbach am Hochkönig mit nur einem kurzen Satz. Ich bin sportlich bedingt sehr viel unterwegs und habe nur selten die Möglichkeit, dazwischen nach Hause zu kommen. Dennoch freue ich mich jedes Mal wie ein kleines Kind, wenn es dann endlich so weit ist.

Ich liebe unser kleines Bergdorf am Fuße des Hochkönigs, die liebevollen Bewohner, die atemberaubende Natur inmitten der mächtigen Bergwelt – unberührte Plätze laden zu jeder Zeit zum Energietanken ein. Es ist ein Platz, der mich zur Ruhe kommen lässt und mir immer wieder aufs neue Kraft gibt.

Kannst du dich noch an deine ersten Versuche auf den Skiern erinnern?

Ja, sehr gut sogar! Meine Eltern haben eine Landwirtschaft in Mühlbach, genau neben einem ehemaligen Lift. Ich bin also quasi neben der Piste aufgewachsen. Auf Ski gestanden bin ich deshalb schon mit zwei Jahren direkt vor der Haustür und seitdem mit meinen Plastikski mit rosaroten Hasen überall herumgedüst! Eine Lieblingspiste habe ich nicht wirklich, aber ich finde es einzigartig, dass man endlose Pistenkilometer abfahren kann, die sich über drei Ortschaften erstrecken, ohne dass man seine Skier auch nur ein Mal abschnallen muss. Es gibt so viele verschiedene Schwierigkeitsgrade der Pisten, dass bestimmt für jeden etwas dabei ist!

Was wünschst du dir für die Zukunft?

Mein Ziel ist es, dass ich mich von Wettkampf zu Wettkampf steigern kann. Dass ich das, wofür ich im Sommer und in der Vorbereitung im Herbst so hart gearbeitet habe, auf Schnee umsetzen kann. Die jeweiligen Wettkampfstätten bringen unterschiedlichste Schwierigkeiten mit sich. Da ist es von Vorteil, diese so schnell wie möglich zu beherrschen und das Beste draus zu machen.

Und dann gibt es noch dein Crowdfunding-Projekt...

Ja, denn leider erfreut sich diese „Oldschool“-Sportart in Österreich nur mehr wenig Bekanntheit. Die Buckelpiste genießt wenig mediales Interesse, folglich ist meine Sportart für Sponsoren bisher nicht sehr interessant. Aus diesem Grund muss ich den Großteil des finanziellen Jahresaufwandes wie z.B. für Trainingskurse, Material, Startgebühren und Reisekosten für mich und meinen Trainer selbst auf mich nehmen. Im Schnitt kostet mich eine Weltcupsaison 25.000 Euro! So gibt es für alle Unterstützer die Möglichkeit, einen Teil zu meinem Traum beizutragen.

Auf der Crowdfunding Plattform „I believe in you“ kann man noch 16 Tage (Stand 14.12.2017) mein Projekt ganz einfach per Kreditkarte oder Erlagschein unterstützen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, seine Unterstützung direkt bei der Bankfiliale Mühlbach am Hochkönig oder der Drogerie Sattlecker in Mühlbach am Hochkönig abzugeben.

Link zum Crowdfunding: https://www.ibelieveinyou.at/ibiy-at/src/#!/projectdetail/3980

Erfreuliche 97 Prozent der Summe konnte ich schon erreichen. Da „I believe in you“ nach dem Alles-oder-Nichts Prinzip funktioniert, ist es unbedingt notwendig, dass 100% des Finanzierungsziels erreicht werden! Jeder Unterstützer erhält als Gegenleistung ein kleines „Dankeschön“ von mir, welches von einer Autogrammkarte oder einem Mitbringsel aus Pyeongchang bis über eine gemeinsame Sommerwanderung hin zu einem „Crashkurs“ auf der Buckelpiste führt.

Weitere Infos zu Melanie Meilinger:
www.facebook.com/meilinger.melanie
www.instagram.com/meilinger.melanie

Übrigens: Am 31.3./1.4.2018 finden in Mühlbach am Hochkönig (6er Sessellift Fellersbach) die österreichischen Meisterschaften im Rahmen eines internationalen FIS Rennens statt.



Copyright Bilder:
EXPA Pictures, JFK
Melanie Meilinger

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