Winterurlaub in Hochkönig
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Gut gesichert aufs Riemannhaus

Die Wanderung hinauf zum Riemannhaus im Steinernen Meer gehört zu einem Klassiker für geübte Wanderer und ist eine beliebte Zwischenstation für Alpinisten. Der Aufstieg im felsigen und teils recht exponierten Gelände erhielt im Juli 2017 durch Freunde des Riemannhauses eine neue Seilversicherung.

 

Hat man den Weg Nr. 425, vom Parkplatz Sandtn (1.152m) bis zur Talstation der Materialseilbahn (1563 m), einmal hinter sich gelassen, dann freut man sich, früh aufgestanden zu sein. Denn die mittägliche Sonne brennt hier ohne Erbarmen und nur niedrige Latschen durchsetzen das felsige Gelände. Schatten ist also Mangelware und man ist gut beraten ausreichend Wasser im Rucksack zu haben. An der Materialseilbahn des Riemannhauses zweigt man ab in den alpinen Steig.

 Die alte Seilversicherung hat teils historischen Wert.

Hier ist Schluss für unerfahrene oder nicht trittsichere Wanderer. Denn rundum ragen fast senkrechte Wände auf. Der schmale Weg führt vorbei an steilen Abhängen und hohen Steinstufen. Besonders ausgesetzte Stellen sind jedoch gut mit einer Seilsicherung versehen. Dieses Stahlseil an der Felswand wird dankbar ergriffen, wenn der Blick hinab für Gänsehaut sorgt. Rund drei Stunden wandert man so am Steig bergan, bis man endlich das ersehnte Ziel, das Riemannhaus erblickt. Hüttenwirte Anita und Manfred Gruber und ihr Team sorgen hier auf 2.177 m fürs leibliche Wohl nach dem anstrengenden Aufstieg über 600 Höhenmeter. Und wer eine mehrtägige Tour im Steinernen Meer plant, findet im Riemannhaus sein perfektes Basislager.

 Klaus Wagenbichler ist einer der freiwilligen Helfer.

Sicherheitsupdate des alpinen Steiges

Dieses beliebte Wanderziel am Südrand des Steinernen Meeres erhielt nun ein sicherheitstechnisches Update, denn die ersten Sicherungsseile im Steig wurden bereits zu Beginn des vorigen Jahrhunderts angebracht und über die Jahrzehnte immer wieder ergänzt. Klaus Wagenbichler war einer der freiwilligen Helfer und erklärt: „Die Instandhaltung der Seilversicherung und des Steiges zum Riemannhaus ist sehr zeitaufwändig und schwierig. Sturzbäche bei Sommergewittern oder der Schneedruck im Winter sorgen genauso wie Steinschlag immer wieder für nötige Reparaturarbeiten. So haben wir nun, noch rechtzeitig vor der Bergsommer-Hochsaison, die bestehenden alten Seilsysteme durch neue, dem aktuellen Stand der Technik entsprechende Verankerungen und Stahlseile ersetzt.“

 Mit der Seilversicherung beruhigt hinauf zum Riemannhaus.

Rund 12 Tage war das drei- bis vierköpfige Team mit schwerem Werkzeug am Steig unterwegs. „Das Gesamtgewicht des eingezogenen Seils betrug rund eine halbe Tonne. Das restliche Material wog etwa eine Vierteltonne. Das musste erst einmal vor Ort an den Steig gebracht werden. Zum Teil konnten wir das Equipment von der Materialseilbahn aus zum Bestimmungsort abseilen. Den Rest erledigten wir zu Fuß“, erklärt der fitte Alpinist. So wurde am steilen Abgrund mit der schweren Steinbohrmaschine für die Führungshaken neue Löcher in den Fels gebohrt und mit reiner Muskelkraft das Seil eingezogen.

Mit Werkzeug im Gelände unterwegs. 

Warum man hie und da parallel zur neuen Seilsicherung noch alte Reste entdecken kann, erklärt der Bergretter so: „Zur Anschauung haben wir an manchen Stellen die alten Sicherungen belassen. Das hat historische Gründe, denn so kann man kann sehen, wie früher so ein Steig abgesichert wurde.“ Der Festigkeit der neuen Seilversicherung kann man absolut vertrauen, hält es doch rund 10 Tonnen. Das sollte alle Wanderer am Weg hinauf zum Riemannhaus beruhigen. Trotzdem ist eine Seilversicherung kein Garantieschein und kompensiert nicht mangelnde alpine Erfahrung und Trittsicherheit.

 

Wer den herrlichen Ausblick vom Riemannhaus auf die Region Hochkönig genießen, sich aber nicht allein auf den Weg machen möchte, der kann sich einer geführten Wanderung anschließen oder einen Bergführer buchen.


Fotos: Klaus Wagenbichler, Privat

 

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