Freeride-Fun mit Sicherheit

Tipps vom Experten und Risk´n Fun Session

Freeriding, ein Gefühl der grenzenlosen Freiheit: Immer öfter sind Skifahrer und Snowboarder im unpräparierten Gelände unterwegs. Markus Hirnböck von der Alpin- und Skischule Maria Alm erzählt, worauf es dabei ankommt. Außerdem ist auch heuer wieder der Alpenverein mit einer risk'n'fun Session im Februar zu Gast in der Region Hochkönig.

Die Skiregion Hochkönig hat auch zum Thema Freeride einiges zu bieten: Vor allem der Aberg ist ein Freeriding Hotspot und lockt mit zahlreichen Skirouten. Freeriding findet im freien Skiraum statt und ist mit Gefahren verbunden – Schlagworte wie Lawinenwarnstufe, Exposition, Hangneigung, Schneedecke und Notfallausrüstung müssen berücksichtigt werden.

An der Bergstation der Aberg Gondelbahn wird am Freeride Info Point über die bekanntesten Freeride-Strecken am Berg und die aktuelle Lawinengefahr informiert, mithilfe eines LVS Checkers kann zum Beispiel auch die Funktion des eigenen Lawinen Pieps kontrolliert werden.

Gute Planung schon zu Hause

Markus Hirnböck, Leiter der Alpin- und Skischule in Maria Alm, bietet mit seinen Guides Freeride und Skitouren in der Region an, bei denen die Teilnehmer auch zum Thema Sicherheit geschult werden. „Grundsätzlich gilt: Eine gute Planung daheim ist enorm wichtig und heutzutage für jeden machbar – bereits in der Früh kann man sich ein gutes Bild über die Situation machen, mit dem amtlichen Lawinenlagebericht auf www.lawine.at und dann mit dem Wetterbericht im Tagesverlauf“, so Hirnböck.

So müssen sich die Freerider schon zu Hause genau Gedanken machen, welches Gebiet sie befahren, welche Hänge sie nehmen und welche Steilheit heute passt. Auch die Notfallausrüstung ist von immenser Wichtigkeit – jeder Freerider muss Pieps, Schaufel, Sonde und wenn vorhanden einen Rucksack mit Airbag bei sich tragen.

Gefährlicher Leichtsinn

Markus Hirnböck: „Es gibt keine ´zu gefährlichen´ Bedingungen, man muss einfach immer die Route anpassen und sich zu 100% sicher sein. Wenn wir eine hohe Lawinenwarnstufe haben, dann bleibe ich eben unterhalb der Baumgrenze. Es geht einfach um Verzicht. Das Gefährlichste ist Leichtsinn und einfach zu sagen ´wird schon irgendwie passen´– das kann in einer Katastrophe enden.

Auch eine kurze Ausbildung macht Sinn – da hilft laut dem Experten schon ein intensiver Tageskurs oder zum Beispiel eine Teilnahme bei der risk'n'fun Session im Februar. „So ein Grundkurs ist aber zum Beispiel auch unsere Freeride-Tour vom Freeride-Infopoint am Aberg aus, welche wöchentlich stattfindet. Hier trainieren wir das richtige Verhalten im Gelände.

Wenn man sich nicht sicher ist, steht Markus Hirnböck gerne auch telefonisch zur Verfügung. „Wir sind jeden Tag draußen und kennen das Gebiet, wir geben jederzeit gerne Auskunft.“ Keinesfalls sollten die Fahrer einfach Spuren nachfahren, ohne das Gelände infrage zu stellen. „Heutzutage ist es wirklich so einfach, gute Infos zu bekommen. Diese muss man auch wirklich beherzigen. Im Auto gurtet man sich auch anstandslos an – die Sicherheit muss auch im Gelände zum guten Ton gehören!

Markus Hirnböck kann man bei Fragen jederzeit unter +43 664 44 11 206 und unter www.alpinskischule.at erreichen.

Risk´n Fun Session im Februar

Bei der risk'n'fun Trainingssession am Hochkönig/ Hochkeilhaus in Mühlbach zeigen Profis und Bergführer, worauf es beim Freeriden ankommt. 

4 Tage abseits der Pisten mit dem risk'n'fun Team, kurze Hikes in Pistennähe, zahlreiche Entscheidungssituationen und Abfahrten im freien Gelände machen die Trainingssession zum idealen Ausgangspunkt für die Entwicklung eigener Freeridestrategien.

Infos und Anmeldung unter www.risk-fun.com