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Wundersame Tradition: die Rauhnächte

Eine Bäuerin erzählt

Tradition und Brauchtum haben in der Region Hochkönig eine wichtige Bedeutung – im Winter und um den Jahreswechsel herum werden sie besonders gepflegt. Eine ganz spezielle Zeit: Die Rauhnächte!

Die drei Rauchnächte (auch Raunächte oder Rauchnächte bzw. Glöckelnächte oder Weihnächte genannt) vom 24. auf den 25. Dezember, vom 31. Dezember ins neue Jahr und vom 5. auf den 6. Januar werden in der Region Hochkönig noch aktiv begangen. Die ganze Familie geht dabei mit einer Pfanne mit Glut und Weihrauch sowie anderen Pflanzenmischungen durch Haus und Stall und räuchert jeden Raum aus.

Mancherorts wird bereits in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember, der Wintersonnwende oder Thomasnacht, geräuchert. Der uralte Brauch soll Heim und Familie vor Krankheit und Unheil schützen, das Böse ausräuchern und das Gute Willkommen heißen.

Geht direkt ins Herz

Bäuerin Gretl Nussbaumer von der Dientalm begeht die Rauhnächte seit jeher mit ihrer Familie am Hof. „In diesem Jahr habe ich einen echten Pontifikal-Weihrauch aus dem Berchtesgadener Land für die Rauhnächte gekauft. Wir räuchern ganz traditionell, das heißt nur mit Weihrauch und keiner zusätzlichen Pflanzenmischung. Man kann aber auch Speik darauf legen, eine besonders aromatische und reinigende Pflanze, die nur ab einer gewissen Höhe in den Bergen wächst. Den Weihrauch legen wir auf die Glut der Räucherpfanne. Der Duft ist so feierlich, das geht direkt ins Herz.

Anschließend wird die Pfanne mit Weihwasser gesegnet und die Familie geht gemeinsam jeden Raum des Hauses sowie den Stall ab... und räuchert jeden Winkel aus. „Wir beten, dass wir beschützt werden vor Unglück und Feuer und bitten um Glück und Segen im kommenden Jahr.

Beten für Glück und Segen

Alle gehen mit, Großeltern, Kinder und Enkel. Zuerst kommt die Räucherpfanne, dann geht eine Person mit dem Weihwasser nach und segnet den Raum mit Kreuzzeichen, und ich bete währenddessen den Rosenkranz. Alles wird geräuchert und besprenkelt, auch die Familie selbst und die Tiere“, sagt die 70-Jährige.

Auch sollen angeblich die Träume in der Zeit der Rauhnächte wahr werden und die Tiere sprechen können. „Früher habe ich das geglaubt und mich immer gefragt, was wohl die Kühe über meinen Vater erzählen würden, ob sie zufrieden mit dem Futter waren“, lacht Gretl Nussbaumer.

Bereits seit 40 Jahren lebt Gretl Nussbaumer auf dem Hof, das Räuchern kennt sie seit jeher. „Es ist schön, wenn man eine große Familie hat und diese Tradition weitergeben kann. Von den Bauern hier machen das noch viele, und es ist wichtig, das Brauchtum weiter zu pflegen.

Räuchern auf der Alm

Auch auf der Dientalm wird geräuchert, das übernimmt Gretl Nussbaumers Sohn – allerdings „nur“ mit besonderen Räucherstäben, damit der Rauch nicht so intensiv ist. „Hier können Gäste gerne mitverfolgen, wie das Räuchern funktioniert, das ist immer sehr feierlich.

Die letzte Rauhnacht vom 5. auf den 6. Jänner hat dann die Besonderheit, dass während des Räucherns drei Kreuze auf die Türe gemalt werden, um das Haus zu schützen. „Manchmal machen das auch die Sternsinger, aber sie kommen nicht überall hin, und so machen wir es manchmal auch selbst.

Brauchtum wird in der Region Hochkönig immer noch sehr aktiv und ursprünglich gelebt. Neben den Rauhnächten gibt es zwei nächste Gelegenheiten, um sich davon zu überzeugen:
  • 5.1.2017: Perchtenlauf am Jufen (letzte Rauhnacht)
  • 4.3.2017: Ziachschlittenfahren in Maria Alm

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