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Volle Craft voraus: Die Kreativ-Bier-Spezialitäten von Stiegl

In Amerika ist Craft Bier schon seit Ende der 1970er Jahre in aller Munde und mit rund zehn Prozent Marktanteil kein echtes Nischenprodukt. Auch hierzulande ist das handwerklich gebraute Bier immer mehr auf dem Vormarsch. Ganz vorne dabei beim Craft Bier-Trend: die Stieglbrauerei zu Salzburg. Zwar hat diese mit dem Goldbräu eines der meistverkauften Biere Österreichs anzubieten, doch auf diesen Lorbeeren will man sich in der Salzburger Traditionsbrauerei nicht ausruhen. Vielmehr wird bei Stiegl zusätzlich mit Urgetreide oder alternativen Zutaten wie Kräuter oder Honig experimentiert und vieles ausprobiert. Die Kreativbiere von Stiegl haben bereits eine große Fangemeinde, die stetig wächst – von Tag zu Tag und Schluck für Schluck. Einer, der großen Anteil an dieser Euphorie hat, ist Markus Trinker, seines Zeichens Kreativbraumeister bei Stiegl. Bereits seit über sieben Jahren schaltet und waltet er in der Hausbrauerei der Privatbrauerei, 2013 wurde der gebürtige Steirer der erste Biersommelier-Staatsmeister Österreichs. Auch in seiner Freizeit setzt sich Markus Trinker intensiv mit dem Thema Kreativbier auseinander.

 

„Bier ist Emotion pur“
Angetrieben wird er dabei von Freude und Leidenschaft für seinen Beruf. „Das schönste Geschenk ist, wenn jemand zu mir sagt: Das Bier schmeckt hervorragend“, verrät er uns. In der Stieglbrauerei hat der kreative Handwerker eine Wirkstätte gefunden, in der er mit immer neuen, außergewöhnlichen Kreationen Bierliebhaber begeistern darf – und hat mit seinen vielschichtigen Bieren auch schon passionierte Weintrinker überzeugt. „Bier ist für mich Emotion pur“, sagt Markus Trinker. „Es gibt meiner Meinung nach kein Getränk, das so viele Emotionen auslöst. Das fängt bei der Diskussion um die richtige Marke an und endet beim extravaganten Craft Bier.“

Wir haben Markus Trinker in der Stieglbrauerei zu Salzburg getroffen und mit ihm über den Craft Bier-Trend, Lebensfreude und das 1. Craftbierfestival am Hochkönig am 25. März gesprochen.


Markus Trinker, Kreativbraumeister der Stieglbauerei, beim Interview.

 

Herr Trinker, Craft Bier ist seit einiger Zeit ein großes Gesprächsthema, nicht nur in der Bierbranche. Können Sie diesen Trend kurz für uns beleuchten?  
Craft Bier ist handwerklich gebrautes Bier. In den USA wird Craft Bier meist über die Größe einer Brauerei definiert. Das ist in Österreich nicht unbedingt so. Hierzulande steht das Handwerk und das Außergewöhnliche, Individuelle im Vordergrund. So ist Stiegl stolzer und engagierter „Slow Food“-Partner und darf auch eines der strengsten internationalen Qualitätssiegel für Bier, das „Slow Brewing“-Siegel, tragen. Darauf sind wir sehr stolz, weil sich in deren Grundsätzen auch die Philosophie von Stiegl widerspiegelt: wir setzen auf höchste Qualität bei der Auswahl unserer Rohstoffe, eine ressourcenschonende Herstellung und lassen unseren Bieren Zeit bei der Reifung. Wir verwenden ausschließlich Wasser von der Untersbergregion, Hopfen und Malz kommt fast ausschließlich aus Österreich. Da pflegen wir eine langjährige Zusammenarbeit und regen Austausch mit heimischen Hopfen- und Getreidebauern, das sichert unsere Qualität. Mit dem Craft Bier ist aber auch der Brauer wieder mehr in das Rampenlicht gerückt und das, was er mit seinen Kreationen aussagen möchte. Dadurch entsteht untereinander ein kollegialer Austausch, weil es für viele Brauer noch ein neues Terrain ist. Man hilft sich gegenseitig, lässt sich von anderen inspirieren oder gibt wertvolle Tipps. Und das hilft wiederum der ganzen Brau-Branche, sich weiterzuentwickeln. Das ist auch die aktuelle Tendenz: der Kreativ-Biermarkt wächst stetig und es gibt immer wieder neue Bierkreationen. Und auch die Skeptiker, die die Craft Bier-Bewegung noch vor wenigen Jahre als Modeerscheinung abgetan haben, erkennen, dass es weit mehr ist. Craft Bier ist in der Gesellschaft angekommen. Ich freue mich über diese Entwicklung und finde sie sehr, sehr positiv. Die Akzeptanz ist auch merklich größer geworden – selbst eingefleischte „Märzen-Bier-Trinker“ sind neugierig geworden und probieren sich jetzt fleißig durch die Craft Bier-Sorten.


Markus Trinker, Kreativbraumeister der Stieglbauerei, spricht über Craft Biere.

 

Für wen ist Craft Bier eigentlich gedacht, wer ist die Zielgruppe?
Zielgruppe des Craft Bieres sind zum einen natürlich Bierenthusiasten, die ständig auf der Suche nach etwas Neuem sind, zum anderen aber auch Frauen und Männer, die nicht zu den typischen Biertrinkern gehören. Das ist mitunter auch das Schöne an Craft Bier: es spricht ganz verschiedene Menschen an. Viele sagen, dass sie die Vielfalt genießen, die Abwechslung. Das ist ähnlich wie beim Wein, da trinkt man meistens ja auch nicht ausschließlich eine Sorte, sondern man kostet sich durch. Die wechselnden Geschmacksnuancen machen auch den Reiz des Craft Biers aus. Deshalb erleben wir da einen echten Boom. Die Nachfrage und das positive Feedback der Craft Bier-Genießer motiviert wiederum die Braumeister, noch einen Tick kreativer zu werden und neue Ideen umzusetzen, oder auch Bierstile neu zu interpretieren. Man kann ja zum Beispiel auch internationale Bierstile wie das belgische Witbier neu und frisch für unseren Markt adaptieren.


Markus Trinker Stieglbrauerei Salzburg Kreativbraumeister beim Testen eines Bieres

 

Stiegl hat neben der Hausbrauerei in der Stiegl Brauwelt noch drei zwei weitere Kleinbrauereien, unter anderem das 1. Biergut Österreichs in Wildshut. Dort wird mit Urgetreide gebraut. Wie kann man sich das vorstellen?
Das Stiegl-Gut Wildshut ist etwas ganz Besonderes. Hier werden in Vergessenheit geratene BIO-Urgetreidesorten angebaut, zum Beispiel Emmer oder Winterdinkel mit dem klingenden Namen „Ebners Rotkorn“ die im Wildshuter Sortenspiel vorkommen oder Pfauengerste, die wiederum die Basis für das Kräuterbier „Gmahde Wiesn“ ist. Das Urgetreide wird in der eigenen Kleinmälzerei selbst vermälzt oder geröstet und daraus ganz besondere Biere gebraut. Dieser Kreislauf, dass alles wirklich vor Ort und nachhaltig gemacht wird, zeichnet das Stiegl-Gut Wildshut aus. Für mich ist das großartig – ich komme ursprünglich aus einer klassischen Brauerei und habe mich völlig neu mit dem Thema Kreislaufwirtschaft und Kreativbier auseinandergesetzt. Jetzt fiebere ich immer gemeinsam mit dem Gutsverwalter Franz Zehentner der Erntezeit entgegen. Wir unterhalten uns über Qualität, Vegetation und begutachten dabei unser BIO-Getreide. Nur ein gutes Rohprodukt kann ein gutes Endprodukt ergeben. Also hoffen wir jede Saison aufs Neue, dass uns Petrus wohlgesonnen ist. (lacht)


Markus Trinker, Craft .Bier-Braumeister von Stiegl, testet kreative Biere.

 

Craft Bier trinkt man aus speziellen Gläsern, die fast wie Weingläser aussehen. Welchen Zweck haben diese Gläser?
Da muss man vorausschicken, dass der Anlass vorgibt, aus welchem Glas man Bier trinkt. Ich finde, dass auch die Bierkultur der jeweiligen Region gepflegt werden sollte. Am Oktoberfest geht es zum Beispiel eher um den Durst und um die Lebensfreude. Da trinkt man eine Maß. Und das ist gut so. Bei den Craft Bieren geht es eher um den Genuss, vielleicht auch um Entschleunigung. Da braucht man also ein anderes Glas, mit dem man degustieren kann. Ich will kleinere Mengen zu mir nehmen, um mehr ausprobieren zu können. Für Bier-Degustationen verwendet man spezielle Verkostungsgläser, damit sich das Aroma und der Geschmack ideal entfalten können. Grundsätzlich sollte ein Verkostungsglas eine spezielle Form haben, damit man die Aromen entsprechend entfalten können. Hopfenbetontere Biere verlangen tendendziell ein schlankeres Glas, damit das Bier weiter hinten auf der Zunge auftrifft, alkoholische und schwerere Biere trinkt man meist aus einem bauchigen Glas mit breiterer Glasmündung, bei dem das Bier dann eher vorne auf der Zunge auftrifft.


Markus Trinker, Kreativbraumeister, verkostet ein Bier.

 

Welches Bier würden Sie einem Craft Bier-Einsteiger empfehlen und welches einem Craft Bier-Kenner?
Da kann man nur schwer etwas raten. Aber wenn man die typischen österreichischen Biere kennt und sich auf neues Terrain begeben möchte, würde ich ein hopfenaromatisches Pale Ale empfehlen oder ein röstaromatisches Stout. Allen, die die besondere Herausforderung suchen, kann ich fassgereifte Biere oder Sauerbiere ans Herz legen. Solche Bierstile sind schon sehr speziell, da sollte man sich langsam herantasten. Es kann aber durchaus auch ein sortentypischen Pils von einer kleinen Craft Bier-Brauerei stammen. Ich selbst bin sehr hopfenaffin, deshalb ist das Stiegl Pils mein absolutes Lieblingsbier. Das ist für mich einfach das typische Pilsbier schlechthin. Grundsätzlich gibt es aber tatsächlich kein Bier, das ich gar nicht mag. Jedes Bier hat für mich seinen Reiz, auch deshalb, weil jeder Braumeister mit seinem Bier etwas aussagen möchte. Deshalb am besten einfach selbst durchprobieren (lacht).


Markus Trinker, Kreativbraumeister der Stieglbrauerei, am Sudkessel

 

Am 25. März findet das Hochkönig Craft Bier-Festival statt, das erste Craftbierfestival der Alpen. Wie stehen Sie zu solchen Events?
Ich gehe sehr gerne auf Craft Bier-Festivals. Aber oft ist das dann immer der gleiche Besucherkreis. Das Craft Bier-Festival am Hochkönig ist für mich da etwas anders, weil alle angesprochen werden, also auch Gäste die noch nie in Ihrem Leben was von Craft Bier gehört haben. Solche Impulse sind sehr wichtig und eine absolute Win-win-Situation für alle. Das unterstützen wir als Stiegl auch sehr gern, weil das schlussendlich allen etwas bringt.

 

Herzlichen Dank für das Gespräch!

 

Fotocredits: © Pressefoto Neumayr,  © Marco Riebler, © christina-schreibt.

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