Sommerurlaub in Hochkönig
UNTERKUNFT FINDEN
2
  • 11
  • 22
  • 33
  • 44
  • 55
  • 66
0
  • 00
  • 11
  • 22
  • 33
  • 44
  • 55
  • 66
AKTUELLES WETTER

Heute

Nachmittag 24°C
24°C

Morgen

Freitag 25°C
25°C
Wetterdetails
SOMMERBERGBAHNEN

Unsere sechs Sommerbahnen bringen Sie sicher und komfortabel ganz nahe an Ihren Gipfel der Gefühle.

Wählen Sie zwischen zahlreichen Wanderrouten Ihre persönliche Lieblingstour und bekommen Sie ganz schnell Lust auf mehr!

Öffnungszeiten & Preise
HOCHKÖNIG CARD

Card

Mit der Hochkönig-Card erleben Sie das umfassende Aktiv-Angebot unserer Urlaubs- & Ausflugsregion.

Urlaubsvorteile ansehen
TOURENPORTAL
Tourenportal Tourenportal
Zum Tourenportal
WELCHES URLAUBSGEFÜHL SUCHEN SIE?
Gefühlefinder
Zum Gefühlefinder
Zurück zur Übersicht

Hochkönig-Skistar auf der Buckelpiste

Melanie Meilinger im Gespräch

Melanie Meilinger aus Mühlbach am Hochkönig ist die einzige Österreicherin, die derzeit bei Weltcuprennen auf der Buckelpiste antritt. Die 25-Jährige sprach mit uns über ihren Bezug zur Heimat, ihr aktuelles Crowdfunding-Projekt und Plastikski mit rosaroten Hasen...

Liebe Melanie, du kommst gerade zurück vom ersten Weltcup-Rennen in Finnland. Wie ist es denn gelaufen? Und wie geht die Saison weiter?

In Finnland habe ich die Trainingsmöglichkeiten sehr gut ausgenutzt und das erste Weltcuprennen absolviert. Leider ist es nicht genau wie im Training gelaufen, aber daran arbeite ich gerade. Ich habe seit letztem Jahr eine komplette Umstellung in Sachen Fahrtechnik und bei den Sprüngen absolvieren müssen. Ich musste quasi alles noch einmal neu lernen – da braucht es etwas Zeit, bis ich die Leistung vom Training wieder voll in den Wettkampf mitnehmen kann.

Bald bin ich wieder unterwegs: Am 16. Dezember geht es nach Frankreich zum FIS-Rennen, mit Training vorher. Am 21. Dezember geht es retour, dann am 6. Jänner auf große Reise nach Amerika mit vier Tourstopps in den USA und Kanada, anschließend nach Japan, Korea und China. Erst Ende Februar bin ich wieder zu Hause und bereite alles für die Hochkönig Buckelpisten Champs am 4. und 5. April vor.

Beim Weltcup ist es so, dass von den zwölf Rennen nur eins in Europa stattfindet, deshalb sind wir viel auf Reisen. Der Sport hat auf den anderen Kontinenten einfach einen viel höheren Stellenwert als in Europa! Seit letztem Jahr trainiere ich beim Deutschen Team mit und habe gleichzeitig ÖSV Kaderstatus – das ist also eine gute Kooperation, die aber dennoch größtenteils privat finanziert ist. Mit sieben Athleten, einem Trainer und einem Physiotherapeuten reisen wir zu den Trainings und Rennen.

Wie bist du zu der in Österreich bisher noch nicht sehr verbreiteten Sportart gekommen?

Ich bin in den Bergen aufgewachsen, sehr früh auf den Ski gestanden und da lag es einfach auf der Hand, dass ich früher Ski Alpin Rennen gefahren bin. Eigentlich waren meine Lieblingsdisziplinen Super G und Abfahrt, die Buckelpiste habe ich immer gemieden! Jetzt weiß ich: Als Athletin habe ich eine ganz andere Technik, viele wissen einfach nicht, was sie mit der Buckelpiste machen sollen.

Im Jahr 2010 habe ich meine alpine Karriere beendet und bin den Sommer über nach Australien gegangen, das war immer schon ein Traum von mir. Dort habe ich als Trainerin in einer Skischule gearbeitet und der Buckelpistensport hat dort einen ganz anderen Stellenwert! Es gibt immer wieder Wettkämpfe, und so musste ich auch meine Schüler dafür vorbereiten und mich darauf einlassen.

Dass ich auf der Buckelpiste anscheinend nicht schlecht gefahren bin, ist irgendwie bis nach Österreich durchgesickert... Und daraufhin habe ich im Herbst 2011 die Anfrage bekommen, ob ich mir vorstellen könnte, wieder in den Skisport, aber in einer anderen Disziplin, zurückzukehren. Für die WM am Kreischberg 2015 wollte der ÖSV ein schlagkräftiges Team aufbauen, denn nach Margarita Escande (ehem. Marbler) hat für Österreich niemand mehr teilgenommen.

Eine große Herausforderung...

Ja, absolut! Ich habe aber ohne zu zögern zugesagt, weil ich mich gefreut habe, eine zweite Chance in einer neuen Disziplin zu bekommen. Es war eine ganz neue Herausforderung, wie gesagt hatte ich bis dahin die Buckelpiste eher gemieden. Und es ist schon ein Unterschied, ob du die Sprünge wie Backflips und so weiter als Kind lernst oder als 20-Jährige. Das hat teils Überwindung gekostet, aber ich habe die Herausforderung gerne angenommen.

Im August 2015 habe ich mich dann entschieden, mein bisheriges Team zu verlassen, weil ich gemerkt habe, dass es andere Möglichkeiten gibt. Gemeinsam mit dem ÖSV haben wir beschlossen, dass ich nun mit dem Freestyle Team Germany trainiere – deren Trainer ist Österreicher und hat auch Margarita Escande (ehem. Marbler) ausgebildet. Seit letztem Jahr im August bin ich nun dabei und setze nun eben eine komplette Technikumstellung Schritt für Schritt um. Jetzt muss meine Leistung konstanter werden – daran arbeiten wir ständig.

Was verbindest du mit Mühlbach und der Region Hochkönig?

Home is where your heart is – und Mühlbach und Hochkönig verbinde ich immer mit dem Wort Heimat! Im Winter bin ich extrem viel unterwegs, im Sommer auch sehr oft. Trotzdem komme ich immer zurück, wenn es sich mal für einen Tag ausgeht. Es ist für mich ein Platz, wo man mit den Leuten eine irrsinnige Gemeinschaft entwickelt hat, der Zusammenhalt ist so stark!

Die Bergwelt und die Natur rundherum sind wunderschön, es gibt so viele unberührte Plätze, die einladen zum Energietanken. Im Sommer bin ich auch viel in den Bergen unterwegs und genieße die Ausblicke.

Im Winter sind das Schönste die Skipisten – es ist wirklich einzigartig, dass drei Orte komplett durchfahren werden können, ohne die Skier auszuziehen. Endlose Pistenkilometer und purer Skigenuss, du kannst mehrere Stunden durchfahren!

Dazu so viele schöne Hütten für einen kurzen Einkehrschwung! Und die Gegend ist nicht nur für Skifahrer ein toller Platz, sondern auch für Langläufer, Snowboarder, Skitourengeher und so weiter...

Kannst du dich noch an deine ersten Versuche auf den Skiern erinnern?

Ja, sehr gut sogar! Meine Eltern haben eine kleine Landwirtschaft in Mühlbach, genau neben einem ehemaligen Lift. Ich bin also quasi neben der Piste aufgewachsen. Auf Ski gestanden bin ich deshalb schon mit zwei Jahren direkt vor der Haustür und bin mit meinen Plastikski mit rosaroten Hasen überall herumgedüst!

Auch heute noch: Immer wenn ich die Möglichkeit habe, die Ski daheim anzuschnallen, dann tue ich das! Meistens bin ich dann lange unterwegs, rede mit den Einheimischen und schaue was es Neues auf den Hütten gibt und genieße das Fahren!

Eine Lieblingspiste habe ich nicht wirklich, aber ich finde es super, dass es so viele verschiedene Möglichkeiten für alle Schwierigkeitsgrade gibt.

Was wünschst du dir für die Zukunft?

Das Ziel für die nächste Zeit ist, im Weltcup auf den ganzen verschiedenen Pisten meine Technik konstanter umzusetzen und das zeigen was ich im Training leiste. Und es läuft schon das Qualifikationsjahr für Olympia 2018 in Südkorea, zuvor aber auch noch die Qualifikation für die WM 2017 in Spanien. Mit einer Teilnahme an beiden bin ich schon sehr zufrieden!

Und dann gibt es noch dein Crowdfunding-Projekt...

Ja genau, das läuft noch bis zum 29. Dezember! Es geht darum, dass ich eben doch den Großteil meines Sports selbst finanzieren muss und das sind tatsächlich so um die 25.000 Euro pro Saison. Deshalb können meine Fans und Unterstützer mir helfen, indem sie meine 3.000 Euro teuren Ski mitfinanzieren – und zwar auf der Plattform „I believe in you“ unter http://www.ibelieveinyou.at/ibiy/src/#!/projectdetail/3439/need-for-skis

42 Prozent der Summe haben wir schon aufgebracht, aber wir brauchen die anderen 58 Prozent noch, damit das Projekt wirklich umgesetzt werden kann. Als Belohnung gibt es einige „Zuckerl“ wie zum Beispiel Souvenirs aus den Weltcup-Orten oder einen Buckelpisten-Kurs mit mir!

Copyright Bilder:
EXPA Pictures, JFK
Melanie Meilinger

Zurück zur Übersicht