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Frühblüher die tapferen Pioniere im Kräutergarten

Gesundes und Dekoratives aus der Natur-Apotheke: Wir durften Kräuterpädagogin Rosi Rainer aus Maria Alm bei einem Spaziergang durch ihren Kräutergarten begleiten. Und haben ihr beim Sammeln der zarten Frühblüher für Salben, Tees und Salate über die Schulter geschaut. 

Wenn es draußen langsam wärmer wird, die Sonne immer mehr an Kraft gewinnt, dann strecken sie nach und nach ihre Köpfe aus der Erde: die Frühblüher. Eine der mutigsten – weil unter den allerersten – ist die Brennnessel. „Die Brennnessel ist das Blutreinigungsmittel schlechthin“, erklärt uns Rosi Rainer. Wir schlendern durch den liebevoll angelegten Garten der Kräuterpädagogin aus Maria Alm und staunen über die vielen kleinen Blüten und zarten Blätter, die sich in und rund um den Kräutergarten ausbreiten. Rosi ist zertifizierte Kräuterpädagogin, ihre Ausbildung hat sie 2009 am LFI Salzburg absolviert. Mit dem Garten im Allgemeinen und Kräutern im Besonderen beschäftigt sie sich freilich schon viel länger. „Ich bin hier in Maria Alm auf einem Bauernhof aufgewachsen, die Arbeit im Garten hat mir schon immer gefallen, hat mich immer interessiert“, erzählt Rosi.

 

Vom verwilderten Bauerngarten zum Kräuterparadies

2002 hat sie dann den Hof von ihrem Onkel übernommen – und mit ihm das Interesse für die Wildkräuter. „Hier gab es damals einen alten Bauerngarten, den hat noch meine Oma angelegt“, erinnert sich Rosi. „Der Garten war verwildert, also habe ich mich dem Ganzen angenommen. Ich habe die Pflanzen von der Oma zum Großteil übernommen und nach und nach mit meinen eigenen ergänzt.“ So ist der Garten immer größer geworden. Und auch das Interesse an den Kräutern. Die Kräuterpädagogin-Ausbildung 2009 war da nur die logische Konsequenz. Seither gibt Rosi ihr Wissen rund um die Kräuter in Workshops und Seminaren weiter. Von Mai bis Oktober können sowohl Einheimische als auch Gäste so einiges lernen – von der Anwendung der Wildkräuter bis hin zur Naturkosmetik. Verschiedenste feine Kräuterspezialitäten verkauft Rosi auch in ihrem kleinen Kräuterladen, direkt neben dem Garten. Almcola-Sirup gibt es hier zum Beispiel. „Das mögen die Kinder besonders gern“, schmunzelt Rosi.

 

Die Brennnessel, Tausendsassa unter den Kräutern

Aber zurück zur Brennnessel. Das vielseitige Heilkraut ist Rosis Liebling unter den Kräutern. Und es ist eines der ältesten Heilkräuter der Menschheit. „Je mehr ich mich mit ihr auseinandersetze, desto höher steigt die Brennnessel in meiner Gunst“, so Rosi. „Vor allem, weil sie so unglaublich vielseitig ist. Man kann Sirup daraus machen oder einen Auflauf, man kann sie trocknen und als Tee verwenden. Ich hab auch schon mehrmals ein Nesselsalz gemacht, mit Brennnesseln und Taubnesseln. Im August ernte ich die Brennnessel-Samen, die sind sehr mineralstoffreich. Man kann damit zum Beispiel eine Tinktur ansetzen – die stärkt das Immunsystem.“ Übrigens: Keine Angst vor dem berühmt-berüchtigten „Brennen“ der Brennnessel. Als erstes gilt: die Brennnessel immer fest angreifen, nie nur leicht über die Blätter streichen. Die sogenannten „Brennhaare“ kann man auch brechen, indem man sie mit einem Nudelholz bearbeitet.

 

Scharbockskraut: der Vitamin C-Lieferant

Wir schlendern weiter zum nächsten Frühblüher, der uns mit leuchtendgelben Blüten empfängt. Wie ein zarter Blütenteppich hat sich das Scharbockskraut nahe der Hauswand arrangiert. „Hier ist es geschützt, da geht es im Frühjahr dann besonders schnell mit der Blüte“, erklärt uns Rosi. Scharbockskraut oder Feigwurz zählt zu den Hahnenfußgewächsen. „Scharbock leitet sich eigentlich von „Skorbut“ ab“, so Rosi. „Gegen diese Mangelerscheinung wurden die Blätter des Scharbockskrauts früher auch hauptsächlich verwendet.“ Vor der Blüte strotzen die Blätter nur so vor Vitamin C und machen sich besonders gut in Salaten oder Aufstrichen. „Man kann die Blätter auch trocknen und zum Kräutersalz dazugeben“, sagt Rosi. Wenn das Scharbockskraut blüht, so wie bei unserem Besuch, sollten die Blätter jedoch nicht mehr gegessen werden – sie enthalten dann giftige Stoffe. Also immer vor der Blütezeit ernten.  

 

Gundelrebe und Gänseblümchen: mehr als nur Deko

Die Gundelrebe stammt aus der Familie der Lippenblütler. Ihre zartvioletten Blüten machen sich besonders schön zwischen grünen Salatblättern. In der Volksheilkunde wurde die Heilpflanze zur Anregung des Stoffwechsels verwendet, zum Beispiel im Rahmen einer Frühjahrskur. Die Gundelrebe soll aber auch wohltuend bei Bronchial- und Harnwegserkrankungen sein. Ebenso hübsch anzuschauen aber noch weit bekannter ist das Gänseblümchen. „Das Gänseblümchen wird auch Arnika der Kinder genannt, weil es eine ähnliche, wundheilende Wirkung besitzt. Aber es ist viel feiner“, erklärt Rosi. Neben der Gänseblümchensalbe kann man die hübschen Blüten in den Salat streuen oder aus den Blättern einen Tee brauen, der appetit- und stoffwechselanregend wirken soll.

 

Spitzwegerich und Giersch: Unscheinbar, aber nicht unbedeutend

„Den Spitzwegerich findet man eigentlich das ganze Jahr über, er wächst auf der Wiese und an Wegrändern“, so Rosi. „Er ist ein Geheimmittel bei Insektenstichen, weil er den Juckreiz mildert und die Schwellung nimmt.“ Außerdem macht sich der Spitzwegerich besonders gut als Würze in einer Kartoffelsuppe, weil seine Knospen nach Schwammerl schmecken – wir haben´s ausprobiert! Ebenfalls sehr häufig anzutreffen ist der Giersch, der auch Erdholler genannt wird, weil er sich am Boden sehr stark ausbreitet. Früher wurde der Giersch als Mittel gegen Rheuma und Gicht geschätzt, heute findet er meist als schmackhaftes Wildgemüse Verwendung. „Der Giersch ist gemeinsam mit der Brennnessel eines der ältesten, bekannten Wildkräuter“, erklärt uns Rosi. „Er wirkt entwässernd und passt eigentlich überall dazu, wo man auch Petersilie verwendet.“

 

Im Garten von Rosi Rainer finden sich noch viele weitere Wild- und Heilkräuter, wie Frauenmantel, Beinwell, Kriechender Günsel, Bärlauch oder Salbei. Viele warten noch auf wärmeres Wetter, bis sie ihre Köpfchen und Knospen ganz aus der Erde strecken. Wenn es dann soweit ist, werden wir Rosi Rainer in ihrem schönen Kräutergarten noch einmal einen Besuch abstatten. 

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