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Botswana goes Pinzgau

Botswana goes Pinzgau - Afrikanische Cycling Power am Hochkönig


Wer in letzter Zeit mit Rennrad und Mountainbike im Pinzgau unterwegs war, ist ihr vielleicht schon begegnet. Kann auch sein, Sie haben sie gar nicht wahrgenommen, da sie viel zu schnell unterwegs war. Aber sie ist hier und sie trainiert seit einigen Wochen auf den Bergen, Mountainbikestrecken und Rennradrouten rund um die Hochkönig Region.

Die Rede ist von Matshediso Bakang Edudilwe aus Botswana, einer jungen Radsportlerin auf schnellem Wege nach oben. Was BK, wie sie sich selbst am liebsten nennt, nach Maria Alm verschlägt und warum sie gerade in diesen kalten, frühen Herbsttagen über alle Berge trainiert, habe ich sie persönlich und ihren Mentor Hans Seifert in Maria Alm gefragt.BK beim Mountainbiken am Hochkönig


Hi BK, hallo Hans - Vielen Dank für eure Zeit. Erzählt mir mal, wie und wann ihr euch kennengelernt habt.


HANS: Das ist eine lässige Geschichte. Vor geraumer Zeit war ich gemeinsam mit einer handvoll weiterer Unternehmer aus Salzburg auf einer Mountainbike-Safari unterwegs, die die Teilnehmer durch die Länder Botswana, Zimbabwe und Südafrika führte. An sich schon eine atemberaubende Geschichte. Das Ganze war ein Charity-Event für notleidende Kinder in Afrika und der Tross wurde von großer lokaler Medienpräsenz verfolgt. Vermutlich auch deshalb, weil der Radsport affine Sportminister von Südafrika mit von der Partie war und dabei zwei lokale Radsportler mit im Boot hatte. BK war eine davon und hat sich bei dieser Tour immer wieder gut mit mir unterhalten, wenn wir uns bei diversen Verpflegungsstationen getroffen haben. Über das Radfahren in Afrika, die Rennszene, die Schwierigkeiten einer jungen Frau in diesem Sport und den verbesserungswürdigen Trainings- und Leistungsdiagnostik-Bedingungen. Ich erkannte sofort, wenn BK unter diesen Bedingungen derart stark unterwegs ist, wie würde das Ganze erst aussehen, wenn sie unter professionellen Bedingungen trainiert.


Und dann habt ihr die Idee geboren, dass BK in Österreich trainieren soll?

HANS: Ich habe mir in den Kopf gesetzt, BK für einen Monat nach Österreich zu holen und ihr zu zeigen, was alles möglich ist, wenn man auf strategisches Training, professionelle Leistungsdiagnostik und perfekte Trainingsplanung zurückgreifen kann. Ein paar Anrufe, einige Termine und schon waren Leute gefunden, die mit im Boot waren. Allen voran Christian Rothart, der als renommierter Trainer mit dabei ist und Herbert Lackner, Chef des Bikepalast in Salzburg, der passende Sportgeräte für Gelände und Straße zur Verfügung stellt. Aber halt, soweit sind wir noch nicht. BK musste natürlich erst einwilligen. Sie war aber nicht schwer zu überzeugen und Ende August war BK bereits in der Luft und reiste nach Österreich, um ein gutes Monat hier zu trainieren. Mit ihr gemeinsam in der Luft, war aber auch das viel zu kalte Herbstwetter der letzten Wochen, welches ihr ganz schön zusetzt und die junge Sportlerin stark herausfordert, ich bin echt begeistert von ihrer Motivation.


Wie sieht euer Trainingsplan aus, wann und wie oft seid ihr unterwegs?

BK: Ich habe zum ersten Mal Schnee gesehen und auch berührt. Das ist alles sehr aufregend und es ist wirklich kalt. Wo ich herkomme, haben wir nicht nur keine Berge, die Temperatur fällt auch niemals unter 15-20 °C. Und hier, kaltes Wetter, nasse Tage, niedrige Schneefallgrenze und tägliches Training. Ich liebe es! Ich habe noch nie etwas so Schönes gesehen, wie die Berge, die Wolken und den Regen. Das Land ist so wunderschön, wir hatten auch herrlich, sonnige Tage und ich liebe die Berge, die grünen Wiesen und die tollen Straßen zum Radfahren.

HANS: Wir trainieren jeden Tag und wir merkten bereits nach zwei Wochen, dass BK immer besser wird. Durch den Trainingsplan von Christian und den Sportmedizin-Check durch den Internisten Rainer Müller-Hörner, hat sie überhaupt erst mitbekommen, was eine “Heartrate” oder Pulsbereich ist und in welchem Bereich dessen man sich beim Training bewegen soll, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Sie hat mir erzählt, in Botswana trainiert sie hauptsächlich mit den “Boys” und versucht ständig mit ihnen mitzuhalten. Als einzige Frau im Team bleibt ihr nichts anderes übrig, außer ständig am Anschlag zu trainieren. Hier erkennen wir jetzt erst ihr großes Potenzial, die bisherigen Ergebnisse sprechen für sich.

BK unterwegs mit dem Rennrad


Welche Touren habt ihr schon absolviert, wo seid ihr unterwegs, was hat dir bisher am besten gefallen?

BK: Die Stadt Salzburg hat es mir besonders angetan. Ich wusste bisher nichts von Österreich. Gut, den Namen Mozart hatte ich schon gehört, aber niemand sagt dir, wie schön die Stadt ist. Wir sind von Maria Alm mit dem Rennrad über das, wie nennt ihr das, Deutsche Eck geradelt und haben uns in der Altstadt von Salzburg umgesehen. Ich war so beeindruckt von der Kultur, der Architektur, den Häusern und der Festung, ich konnte mich gar nicht sattsehen. Gott sei Dank ist Hans mit mir gefahren, alleine hätte ich den Autoverkehr sicher übersehen, bei all der Schönheit.

HANS: Ja, wir kommen ganz schön viel herum. Wir sind auch bereits auf der Pillerseerunde unterwegs gewesen, die Runde um den Zeller See haben wir gemacht und natürlich meine liebste Tour über Taxenbach, Lend, Dienten und den Filzensattel retour. Bei der Aussicht auf den Hochkönig hat BK ganz schön Augen gemacht. Wenn das Wetter nicht mitspielt, dann radelt sie fleißig auf der Walze. Die steht in ihrem Appartement auf dem Balkon. Wir sind nicht “nur” am Radfahren. Letztens habe ich BK mit einem Dirndl aus meinem Almleben-Shop ausgestattet und in Kürze geht es nach München auf das Oktoberfest. Wir wollen doch, dass BK was zu erzählen hat, wenn sie wieder zu Hause ist!

Was hast du noch auf deiner Liste, solange du hier in Österreich bist und was erhoffst du dir dadurch für deine Karriere?

BK: Ich will am 30.9.2017 beim “Hundstoa Biag di” Rennen mit dabei sein. Außerdem will ich lernen, was das heißt, “Hundstoa biag di” (lacht). Die Teilnahme an diesem tollen Event wäre einer meiner Höhepunkte hier in Österreich. Das Training ist einfach wunderbar und ich merke täglich, wie meine Formkurve nach oben geht. Für die kommende Rennsaison in Botswana erwarte ich mir dadurch eine starke Formsteigerung und ich möchte den Jungs Zuhause zeigen, was wirklich in mir steckt. Ja und dann ist da Olympia. Eine Teilnahme an den Olympischen Spielen stellt natürlich auch für mich das größte aller Ziele dar. Jedenfalls werden ich weiterhin hart dafür trainieren und das Gelernte aus Österreich ganz bestimmt mitnehmen!

BK liebt die Berge und wunderschöne Gegend am Hochkönig


Dafür wünschen auch wir dir alles Gute. BK & HANS, danke für das Gespräch. Ich will euch nicht weiter aufhalten, ihr habt sicher noch ein paar Trainingskilometer zu absolvieren.

HANS: Ja, wenn das Wetter gut bleibt und jetzt zu Mittag die Sonne rauskommt, dann schwingen wir uns selbstverständlich wieder aufs Rad. Rein in das stylische Trikot von Bigtime Sport Maishofen, das BK von meinem Schwager, Sepp Steitberger geschenkt bekommen hat und ab “on the road”.

BK: Auch wenn das Wetter nicht schön wird, werde ich heute noch Radfahren. Es gibt nichts Schöneres, als durch diese majestätische Gebirgslandschaft zu radeln, meine Kollegen zu Hause wird der Neid fressen!

Alles Gute für deine Zukunft und hoffentlich sehen wir dich mal wieder auf den Straßen und Mountainbikestrecken der Hochkönig Region!

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